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Umwelt

Thünen-Institut: gv-Maispollen für Bienen unschädlich

pd/ez
am
05.04.2013

Braunschweig - Pollen von gentechnisch verändertem Mais ist nicht schädlich für Bienen. Das ist das Ergebnis eines Freilandversuchs, den das Thünen-Institut von 2008 bis 2010 durchgeführt hat.

Zwischen 2008 und 2010 haben Wissenschaftler des Thünen-Instituts für Biodiversität und des Lehrstuhls für Tierökologie und Tropenbiologie der Universität Würzburg in Braunschweig einen Freilandversuche mit gentechnisch verändertem Mais (Bt-Mais) durchgeführt. Die Wissenschaftler wollten die Wirkung von Maispollen auf Honigbienen untersuchen.
 
Bei dem Mais handelte es sich um eine gentechnisch veränderte Sorte, die insgesamt drei unterschädliche insektenschädigende Proteine bildet. Sie ist dadurch gegenüber Maisschädlingen wie dem Maiszünsler oder dem Maiswurzelbohrer geschützt, ohne dass chemische Insektizide eingesetzt werden müssen.
 
Diese insektiziden Eiweiße werden vom Bacillus thuringiensis (B.t.) gebildet, einem in der Umwelt weit verbreiteten Bakterium. Bienenvölker wurden während der Maisblüte in Versuchsparzellen in Flugkäfigen mit dem gentechnisch veränderten Mais und, zum Vergleich, mit anderen herkömmlich gezüchteten Maissorten gehalten, um ihr Nahrungsangebot auf die jeweilige Maissorte zu beschränken.

Auswirkung der Maispollen-Ernährung auf Ammen-Bienen untersucht

Über die Auswirkungen der Maispollen-Ernährung auf Ammen-Bienen berichten die Wissenschaftler jetzt in einer Fachpublikation. Ammen-Bienen nehmen im Bienenvolk besonders viel Pollen auf, von denen sie einen Teil für die Aufzucht der Bienenlarven verwerten. Die Wissenschaftler nehmen an, dass sie durch ihren hohen Pollenkonsum damit möglicherweise besonders gefährdet sind.
 
Tatsächlich sei aber durch die gentechnische Veränderung weder die Überlebensrate noch das Körpergewicht oder die Effizienz, mit der die Maispollen verdaut wurden, beeinträchtigt worden.

Darmbakterien unverändert

Untersucht haben die Wissenschaftler auch die Darmbakterien der Ammen-Bienen. Unabhängig von der jeweiligen Maissorten hätten im Darm die gleichen dominanten Bakterien-Arten gelebt. Zudem hätten sich auch Hinweise auf das natürlich Vorkommen des Bacillus thuringiensis im Bienendarm gefunden.
 
Geringfügige Unterschiede in der Diversität der Darmbakterien wurden durch jede der untersuchten Sorten hervorgerufen, berichten die Wissenschaftler. Die Unterschiede seien aber unabhängig davon gewesen, ob der Mais gentechnisch verändert oder  konventionell gezüchtet war. 

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