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Dorf und Familie

Thüringen: Bis zu 10.000 Kubikmeter Gülle rechtswidrig eingeleitet

Externer Autor
am
22.04.2015

Bis zu 10.000 Kubikmeter Gülle haben die Vorsperre Riedelmühle in Thüringen verunreinigt. Die Gülle soll aus einer Schweinemastanlage in Sachsen stammen.

Berichten der Ostthüringer Zeitung zufolge arbeiten die Mitarbeiter der Stützpunktwehr Zeulenroda zehn Stunden pro Tag, um Gülle aus daus der Vorsperre Riedelmühle zu entfernen. Seit Dienstagmorgen gegen sieben Uhr verteilen sie das Wasser mit einer Feuerlöschkreiselpumpe auf anliegende Felder. Schätzungen zufolge sind rund 2.000 bis 3.000 Kubikmeter betroffen.
 
Die Verschmutzung war am vergangenen Mittwoch von Mitgliedern des Kreisfischereivereins Saale-Wisenta festgestellt worden. Sie führte zu einem totalen Fischsterben im Gewässer.

Bis zu 10.000 Kubikmeter Gülle

Experten nehmen an, dass zwischen 1.000 und 10.0000 Kubikmeter Gülle in die Weida geflossen sind. Wie inzwischen feststeht, kam die Schweinegülle aus Richtung Thierbach und verdünnte sich nicht wie erhofft durch die Wassermassen, sondern lagerte sich auf dem Grund der Vorsperre Riedelmühle ab. Um die enorme Gefahr für die Umwelt zu beseitigen, wird nun die braune Brühe abgepumpt.

Schweinemastanlage aus Sachsen Verursacher

Für die Arbeiten sind drei Feuerwehrleute bis auf Weiteres von der Arbeit freigestellt, wie die Ostthüringer Zeitung berichtet. Wie lange der Einsatz andauern wird, sei noch unklar. Weitere Entscheidungen würden nach einer erneuten Auswertung am Freitag folgen. 
Die Langzeitfolgen im betroffenen Gewässer werden wohl erst im Laufe der Zeit deutlich werden. Verursacher der Umweltkatastrophe ist Polizeiangaben zufolge eine Schweinemastanlage in Sachsen, so der MDR.

Gülleunfall in Thüringen

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