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Dorf und Familie

Thüringen fördert Landentwicklung

pd
am
05.03.2012

Die Landesregierung Thüringens setzt bei der ländlichen Entwicklung auf Förderung und Fortbildung der Landbevölkerung. Seit 1991 investierte der Freistaat 814 Millionen Euro allein in die Dorferneuerung.

"Entwicklung wird von Menschen gemacht und gestaltet. Deshalb wollen wir die Menschen fördern, ihre Ideen und ihr Können. Dabei können wir auf die Erfolge der vergangenen 20 Jahre aufbauen", so Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz.
 
Die Landesregierung Thüringen hat zwischen 1991 und 2011 Investitionen von zwei Milliarden Euro im Bereich Dorfentwicklung angestoßen. Insgesamt hat das Land in den letzten 20 Jahren gut 814 Millionen Euro in Förderprogrammen der Dorferneuerung investiert. Davon erhielten 1.826 von den insgesamt 2.696 Thüringer Gemeinden eine Förderung.
In Zukunft möchte Jürgen Reinholz bei der ländlichen Entwicklung noch stärker auf die Initiative der Bevölkerung setzen.

Fortbildung ergänzt Förderprogramme

Eine zentrale Rolle bei der Unterstützung des ländlichen Raums werde die Akademie Ländlicher Raum (ALR) Thüringen spielen, so der Minister. Diese soll die Akteure der ländlichen Entwicklung im Freistaat zusammen bringen und den Austausch von Praxiserfahrung fördern.
 
Ziel der Akademie ist, die klassischen Förderprogramme der Landentwicklung zu ergänzen, wie zum Beispiel im Bereich der Dorferneuerung oder dem ländlichen Wegebau. In diesem Jahr plant die Akademie unter anderem Seminare zum Agrartourismus, zum Thema Dorfläden und der Praxis integrierter Regionalentwicklung.

Wegebau und Revitalisierung von Brachflächen

Der Freistaat förderte mit zahlreichen weiteren Programmen die integrierte ländliche Entwicklung in Thüringen. So wurden in 20 Jahren beispielsweise knapp 2.000 Kilometer ländliche Wege außerhalb von Flurneuordnungsverfahren gebaut (111,6 Mio. Euro Fördermittel) und Brachflächen mit knapp 20 Millionen Euro Fördergeldern revitalisiert.
Es wurden etwa 1.400 Verfahren der Flurneuordnung auf einer Fläche von rund 125.000 Hektar angeordnet und dabei über 110 Millionen Euro Fördermittel investiert.
 
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