Login
Wirtschaft

Tiefere Agrarpreise wegen GVO-Pflanzen

Externer Autor
am
19.02.2010

Bern - Eine Untersuchung des renommierten Zentrums für Agrarentwicklung (CARD) der Universität Iowa soll zeigen, dass der Anbau von GVO-Pflanzen einen Einfluss auf die globale Produktion und den Preis hat.

So würden die Weltmarktpreise von Soja, Mais und Raps zwischen 9,6 Prozent (Soja) und 3,8 Prozent (Raps) steigen, wenn keine GVO-Kulturen mehr angepflanzt würden. Die Grundlage für diese Prognosen sind Modelle, die mit den Ertragssteigerungen durch GVO-Anbau in den letzten Jahren arbeiten, die wiederum eine Ausweitung des Anbaus zur Folge hatten.

Die Wissenschaftler verweisen auch auf eine frühere Studie, wonach allein durch Insektenresistenz und Verträglichkeit gegenüber Herbiziden die Sojaproduktion von 1996 bis 2006 weltweit um 53,3 Millionen Tonnen und die Maiserzeugung um 47,1 Millionen Tonnen gestiegen sein soll.

Insgesamt stieg die Sojabohnenproduktion in diesem Zeitraum um 105,4 Millionen Tonnen auf 237,1 Millionen Tonnen, beim Mais wurde ein Zuwachs von 119,5 Millionen Tonnen auf 712,4 Millionen Tonnen registriert. Die Wissenschaftler erklären sich diese Ertragssteigerung bei Soja auch mit kürzeren Produktionszyklen bei herbizidresistenten Sorten. Durch die vermehrt pfluglose Bodenbearbeitung können die Landwirte unmittelbar nach der Weizenernte noch in derselben Saison ihre Felder mit Sojabohnen bestellen. (lid)

Auch interessant