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Diskurs

Tierfilmer Kieling & Bauer Willi: Der Dialog geht weiter

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
16.08.2016

Der 'Dialog' zwischen Bauer Willi und Tierfilmer Andreas Kieling geht in die zweite Runde. Es geht um die Frage, ob und wie die Landwirtschaft künftig die Menschen ernähren kann.

In der vergangenen Woche kam es zum Diskurs via facebook-Videos zwischen Tierfilmer und Abenteurer Andreas Kieling und Bauer Willi zum Thema Glyphosat. Nun geht der "Dialog" weiter.

In seinem neuen Video spricht Kieling über die Ernährungssicherung der Menschen und die daraus resultierenden Schlüsse für die Landwirtschaft. Auch hier spart der Abenteurer wieder nicht mit Kritik am bestehenden System der Landwirtschaft. "Es ist eine Schande wie Nutztiere gehalten werden" und die von ihm zitierten "Systemschweine" mit mehr Rippen sind Entwicklungen, die Kieling anprangert.

Nichtsdestotrotz erkennt Kieling an, dass bei einer Komplettumstellung auf biologische Landwirtschaft in Deutschland wohl eine mehr als doppelt so große landwirtschaftliche Nutzfläche gebraucht würde. Dafür müsste es aber auch ein Umdenken von Seiten der Verbraucher an der Landentheke geben. Seine Empfehlungen: Weniger und bewusster essen, dann kann das Fleisch auch teurer sein. Ein weiterer Punkt ist, nicht so viele Lebensmittel wegzuwerfen, wie es derzeit in Deutschland der Fall ist.

Antwort von Bauer Willi

"Tatsache ist, dass wir Landwirte immer billiger produzieren müssen. Dazu gehört auch zu sagen, dass der LEH immer mehr Druck auf die Landwirte ausübt", sagt Bauer Willi in seiner Antwort auf den Kieling-Post und findet "Der Verbraucher hat es mit in der Hand, wie wir Landwirte produzieren."

In diesen Punkt seien sich Kieling und er einig, dass die Bürger und Verbraucher eine Mitverantwortung daran haben, wie wir Landwirte produzieren, schlussfolgert Bauer Willi. Nur der direkte Dialog bringe alle weiter.

In dem Zusammenhang verweist er auf Aktionen wie den Regio Day, bei dem Verbraucher eingeladen sind bei Mitgliedern der Lebensmittelkette vorbeizuschauen, um im Dialog mit den Landwirten zu treten.

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