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Österreich

Tierquälerei: Vermeintliche Rehkitz-Retterin verurteilt

Rehkitz im Gras
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Eva Eckinger, agrarheute
am
07.12.2017

Eine Frau wollte nach einem Wildunfall ein Rehkitz "retten" und nahm es mit nach Hause. Nun wurde sie in Österreich wegen Tierquälerei verurteilt.

Wie der ORF berichtet, hatte eine 28-Jährige Österreicherin aus Braunau am Inn im Juni einen Wildunfall. Sie hatte mit ihrem Auto ein Rehkitz angefahren. Die Frau nahm das verletzte Reh mit nach Hause und brachte es am Balkon ihrer Wohnung unter. Dort blieb es laut ORF-Meldung über Nacht und auch noch bis zum Nachmittag des nächsten Tages.

Ohne Wasser: Rehkitz auf heißem Balkon

Wie es in der Anklageschrift heißt, musste das Tier die ganze Zeit in großer Sommerhitze und ohne Nahrung oder Wasser auf dem Balkon verbringen. Schließlich aber wurden Nachbarn auf die Schreie des Tieres aufmerksam und verständigten die Polizei, so der ORF. Nach eingehender Untersuchung musste ein Jäger das Rehkitz dann schließlich nottöten.

Anklage wegen Tierquälerei und Eingriff ins Jagdrecht

Vor Gericht habe die Frau angegeben, dass sie einen Jäger anrufen wollte, der das Tier pflegt. Das war ihr aber offenbar nicht gelungen. Angeklagt wurde die 28-Jährige wegen "Eingriff ins Jagdrecht" und wegen "Tierquälerei".

Im ersten Punkt wurde sie vom Landesgericht Ried im Innkreis freigesprochen, denn sie habe sich das Wildtier nicht vorsätzlich angeeignet. Doch wegen Tierquälerei erhielt die Frau drei Monate auf Bewährung. Das Urteil ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Mit Material von ORF

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