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Politik EU

Tierschutz: EU droht mit Klagen bei Legehennen und Zuchtsauen

von , am
12.12.2012

Brüssel - Die EU-Kommission macht ernst: Anfang 2013 will sie zehn Mitgliedsstaaten, die weiter Käfighaltung betreiben, verklagen. Auch bei der Gruppenhaltung von Sauen beginnt 2013 ein Vertragsverletzungsverfahren.

Sauenhaltung im Abferkelstall
© Mühlhausen/landpixel
Zahlreiche EU-Mitgliedstaaten halten sich beim Tierschutz nicht an die vereinbarten Fristen. Weil Legehennen immer noch in traditionellen Käfigen gehalten werden, will die EU-Kommission zu Beginn des kommenden Jahres vor dem Europäischen Gerichtshof klagen (EuGH).
 
Im vergangenen Juni hatte die EU-Kommission gegen zehn EU-Mitgliedstaaten den zweiten Schritt eines Vertragsverletzungsverfahrens eingeleitet. Jetzt würden aber weniger als zehn vor dem EuGH angeklagt, erkläre der Sprecher von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg. Einige hätten ihre Versäumnisse inzwischen nachgeholt.

Gruppenhaltung von Sauen: Verfahren für Anfang 2013 angekündigt

Für die neuen Auflagen im Schweinestall droht ebenfalls eine Verspätung. Ab dem 1. Januar dürfen Zuchtsauen nicht mehr in Einzelbuchten gehalten werden. In Deutschland, Frankreich und Belgien wird heute noch nicht einmal die Hälfte der Sauen nach den neuen Regeln des Tierschutzes untergebracht. Die EU-Kommission kündigt deshalb auch hier den ersten Schritt eines Vertragsverletzungsverfahrens gleich für den Beginn des kommenden Jahres an.
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