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TV-Tipps

Tierwohl im Fokus: Schnitzelpreis, Hofschlachtung und Nachhaltigkeit

Landwirte Schlachten
am Dienstag, 05.10.2021 - 15:05 (Jetzt kommentieren)

Immer mehr Landwirte achten auf mehr Tierwohl beim Schlachten. Drei Fernsehbeiträge befassen sich mit Hofschlachtung und Co. Hier sind unsere Tipps für TV und Mediathek.

Heute, am Dienstag, den 05.10., läuft um 23.10 Uhr auf 3SAT die Sendung "Schlachten auf dem Hof".

Mechthild Knösel aus Überlingen am Bodensee kämpft dafür, die Weide- und Hoftötung in der EU zu erleichtern. Der erfolgreiche Kampf Schweizer Landwirte", wie sie es zusammen mit Tierschützern, Wissenschaftlern, Politikern und anderen Landwirten geschafft hat, in der Schweiz eine Gesetzesänderung zu erreichen. Am 1. Juli 2020 ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, das die Weide- und die Hoftötung im Stall entweder mit Kugel- oder mit Bolzenschuss bei Nutztieren erlaubt. Viele Landwirte in Europa würden das auch gerne tun, doch die Veterinärbehörden argumentieren mit EU-Recht. Tierschützer fordern deshalb, dass die EU die Schlachtung auf dem Hof vereinfachen solle.

Unser Schnitzel: Die Schweinefleischproduktion in Deutschland

Die NDR-Sendung „45 Min“ setzte sich gestern, am Montag, den 04.10., mit der Frage auseinander, ob es Schweinen schlechter geht, weil Verbraucher zu viel und zu billiges Schnitzel essen. Zu sehen ist der Beitrag in voller Länge in der NDR-Mediathek.

In der Folge "Unser Schnitzel" zeigte Landwirtin Gabi Mörixmann, dass es nicht immer Bio sein muss, um Schweine artgerecht zu halten. Deshalb bemüht sie sich, die Haltung für ihre Mastschweine lebenswerter zu machen. Die Tiere sollen mehr Platz haben und aktiv sein, bevor sie geschlachtet werden. Doch wie kann der Konsument am Fleisch erkennen, unter welchen Umständen die Tiere geschlachtet wurden? Der Film zeigt, worauf Kunden bei der erschwinglichsten Schnitzelvariante, sprich bei Tiefkühlware, achten sollten.

Der Film durchleuchtet die Schweinefleischproduktion und erklärt die Forderungen von Verbraucher- und Umweltschützern.

Wer bezahlt für mehr Nachhaltigkeit und mehr Tierwohl?

Ebenfalls gestern, am Montag, den 04.10., lief im WDR die Sendung "Unterwegs im Westen: Ohne Tierwohl keine Zukunft?". Auch diese Folge ist in der Mediathek zu sehen. Der Zwanzigjährige Niklas betreibt mit seiner Familie und Kumpels einen konventionellen Bauernhof bei Steinfurt mit 120 Milchkühen. Doch Bauernhof-Idylle sieht anders aus. Obwohl der Jungbauer alle Kühe beim Namen kennt, verbringen sie trotzdem ihr Leben im Stall. Denn die Zeit fehlt, um die Kühe jeden Tag auf die Weide hin- und zurückzutreiben. Gerade versucht er genug Geld zusammenzubringen, um eine Silo-Bodenplatte zu bauen und eine neue Belüftungsanlage für den Stall anschaffen – aber dazu reicht einfach gerade das Geld nicht.

Der Film fragt, ob Deutschland die Landwirtschaft neu denken muss.  Er fragt auch, wer Schuld daran ist, dass Schweinezüchter so hart arbeiten, aber trotzdem oft auf den Kosten sitzenbleiben. Sind es die Bauern, der Kunde, die Politik oder der Einzelhandel? 

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