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Wirtschaft

Tönnies für gemeinsame Branchenkommunikation

Norbert Lehmann, agrarmanager
am
19.04.2013

Berlin - Für eine gemeinsame Branchenkommunikation der Fleischwirtschaft hat sich Tönnies-Geschäftsführer Clemens Tönnies ausgesprochen. Man müsse 'selbstbewusst auftreten'.

"Wir brauchen eine Trouble-Truppe, die in Krisen mit einer Stimme spricht", sagte Tönnies auf einem Empfang der QS Qualität und Sicherheit GmbH am Mittwochabend in Berlin.
 
Der Mitinhaber von Deutschlands größtem Schlachtkonzern erklärte, Überlegungen zum Aufbau einer gemeinsamen Branchenkommunikation seien eine brilliante Idee, die weiterverfolgt werden müsse. Allerdings könne das Modell nur funktionieren, wenn es von allen in der Branche gemeinsam finanziert werde.
 
Tönnies forderte alle Beteiligten in der Wertschöpfungskette Fleisch nachdrücklich zu einem selbstbewussten Auftreten auf. Der Heimatmarkt dürfe nicht einfach aufgegeben werden, weil bestimmte Gruppen den Fleischkonsum pauschal kritisierten.

Kommunikation "entromantisieren"

Der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Professor Dr. Andreas Hensel, rief die Wirtschaft zu einer "Entromantisierung" der Kommunikation über die Lebensmittelproduktion auf. Darüber hinaus appellierte er an Ernährungsindustrie, Lebensmitteleinzelhandel und Landwirtschaft, unbedingt einheitliche Tierwohlstandards zu entwickeln.

Möllers zum QS-Sonderbotschafter ernannt

Anlass für den Empfang war das Ausscheiden von Franz-Josef Möllers aus dem QS-Fachbeirat Fleisch. Für sein mehr als zehn Jahre währendes Engagement im QS-Fachbeirat wurde der frühere Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) zum "QS-Sonderbotschafter" ernannt.
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