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Gerichtsverhandlung

Traktor zu laut: Mann wirft mit Tasse nach Landwirt

Traktor reparieren
am
15.03.2019

Die Reparatur eines alten Traktors war einem jungen Thüringer zu laut. Er warf mit einer Tasse nach seinem Nachbarn. Nun landete der Fall vor Gericht.

Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, hatte es das Amtsgericht Heiligenstadt kürzlich mit einer etwas kuriosen Gerichtsverhandlung zu tun. Es ging um einen lauten Traktor, eine Tasse und versuchte vorsätzliche Körperverletzung. Gegenüber standen sich zwei Nachbarn aus dem Landkreis Eichsfeld im Nordwesten Thüringens.

Der 29-jährige Angeklagte kam dabei durch eine einfach Entschuldigung um seine 16. Bestrafung herum, erklärt die Zeitung.

Dieselleitung repariert: Nachbar wirft Tasse

Der gleichaltrige Beinahe-Geschädigte hatte am Tattag gerade eine Dieselleitung seines Traktors repariert. Die sei einige Jahrzehnte alt gewesen und der Test verursache nun einmal Lärm, zitiert die Thüringer Allgemeine den Landwirt. Der Test jedoch habe nur knapp eine Minute gedauert.

Dem Angeklagten aber war das Ganze zu laut. Er habe gebrüllt, doch ohne Erfolg. Als der Lärm nicht aufhörte, habe er zur Tasse gegriffen und diese in Richtung seines Nachbarn aus dem offenen Fenster geworfen. Zudem habe er ihn beleidigt, gab der Kläger an.

Tasse trifft Feuerlöscher in Fahrerkabine

Dass die geworfene Tasse nicht den Traktorfahrer, sondern den Feuerlöscher im Fahrerhäuschen traf, sei pures Glück gewesen. Diese Attacke hätte auch ganz anders ausgehen können, wurde laut Zeitung vom Amtsgericht Heiligenstadt festgestellt.

So fragte die Richterin den Mann, wieso er denn eine Tasse schmeißen würde. Der Angeklagte verteidigte sich daraufhin, dass er seinen Nachbarn ja gar nicht habe treffen wollen. Außerdem gelobte er, sich dafür zu entschuldigen.

Angeklagter entschuldigt sich bei Traktorfahrer

Laut Thüringer Allgemeine meinte der Traktorfahrer daraufhin: "Beim nächsten Mal kommste einfach an den Zaun." Sollte sich sein Nachbar entschuldigen, so würde er ihm auch vergeben. Das machte der Angeklagte und rettete sich vermutlich so vor einer weiteren Bestrafung.

Denn unter seinem Namen seien seit 2004 insgesamt 15 Vorstrafen registriert worden, so die Zeitung. Seit 2015 stehe er unter Führungsaufsicht. Die Richterin stellte das aktuelle Verfahren ein – allerdings unter der Auflage, dass er eine Drogentherapie machen müsse.

Mit Material von Thüringer Allgemeine

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