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Interview

Vom Trecker Babe zur Unternehmerin

Trecker Babe Hedi mit ihrem Hund
am Dienstag, 02.11.2021 - 12:07 (Jetzt kommentieren)

Seit dem 1. November sind die neuen Folgen der Kabel-1-Serie Trecker Babes auf YouTube zu sehen. Hedi, Star der ersten Stunde, ist zum dritten Mal dabei. Sie erzählt Hofheld im Interview, wie sie sich 2021 einen lang gehegten Wunsch erfüllt hat.

Hedi ist Herzblutlandwirt, auf Instagram bekannt als @hediii.91 und 2021 bereits zum dritten Mal beim Kabeleins-Erfolgsformat "Trecker Babes" zu sehen. Doch damit nicht genug: seit kurzem ist sie auch UnternehmerinWir haben Hedi beim Körnermaisfahren auf dem Trecker erwischt und für euch herausgefunden, was dahintersteckt.

Hedi, stell dich doch mal kurz vor.

Servus zusammen, ich bin Hedi, 30 Jahre alt und aus dem schönen Franken. Die meisten kennen mich von den „Trecker Babes“, als Model und/oder von Instagram. Aber jetzt ist noch ein neues „Baby“ dazugekommen, meine eigene Schmuckkollektion, auf die ich mega stolz bin!

Wie bist du auf die Idee gekommen, Schmuck zu designen?

Ich habe vor Jahren mal eine Kette mit Traktoranhänger von einem namhaften Bulldoghersteller geschenkt bekommen. Die habe ich gar nicht mehr abnehmen wollen und bin von vielen auf Instagram darauf angesprochen worden. Irgendwann war die Kette ausverkauft und es kam nichts mehr nach.

Da kam mir die Idee, hochwertigen Schmuck mit Bezug zur Landwirtschaft selbst zu produzieren und zwar „made in Germany“. Das war vor ca. drei Jahren. Doch bis ich die richtigen Leute beisammenhatte, die meine Vorstellungen auch umsetzen konnten, hat es bis Februar 2021 gedauert. Was lange währt, wurde dann endlich gut und so ging meine (übrigens eingetragene) Marke „Little Princess by Hedi“ im August an den Start.

Hilft dir deine Bekanntheit beim Aufbau deines Business?

Darauf antworte ich mit einem deutlichen „Jein“ 😉

Meine gut 200.000 Follower kennen zwar mich, aber meinen Schmuck noch nicht. So was muss langsam wachsen. Und bei Schmuck ist es wichtig, den auch mal in der Hand zu halten. Sollte also die Agritechnica 2022 stattfinden, bin ich auf jeden Fall vor Ort!  

Auf welche Neuerungen dürfen wir uns Ende dieses/Anfang nächsten Jahres freuen?

Im Kopf habe ich schon 1.000 Ideen, welche weiteren Produkte in Zukunft dazukommen sollen – ich freu mich schon! Aktuell bereiten wir auf Hochtouren das anstehende Weihnachtsgeschäft vor.

Macht dir dein Schritt zum eigenen Unternehmen manchmal Angst?

Ja, manchmal schon. Ich habe all mein Erspartes investiert, re-investiere die erzielten Gewinne und verzichte aktuell im Privaten auf einige Neuanschaffungen. Aber wie heißt es so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Ich möchte meiner künftigen Familie mal etwas bieten, das treibt mich an.

Wie denkst du über das Thema Gleichberechtigung?

Ich höre leider immer wieder, dass Frauen in der Landwirtschaft belächelt werden. Ich hatte selbst immer das Gefühl, dass man mich ernst nimmt und ich wünsche mir, dass das auch so bleibt.

Was mich allerdings nervt ist: Wenn Männer ein Unternehmen gründen und damit Geld verdienen, sagt jeder „Wow, toll, das ist ein guter Geschäftsmann, der weiß, wie‘s geht, und verdient richtig Asche!“ Ich als Frau muss mich quasi noch dafür entschuldigen, dass ich die Frechheit besitze, Geld verdienen zu wollen.

Da wird und muss sich noch viel tun, denn das was Männer können, können wir Frauen mindestens genauso gut.

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