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Treckerreifen, Milchviehhaltung, Selbstbedienungsforst und Bodenfräse

Anna Görlich/agrarheute
am
29.03.2013

Wo bekommt man einen Reifen für den Garten? Lohnt sich ein Wiedereinstieg in die Milchviehhaltung? Was muss man beachten, wenn man Holz zum Selberschlagen anbietet? Was für Bodenfräsen sind empfehlenswert?

Reifen als Sandkasten gesucht

Johnny8410 hat folgende Bitte: "Ich suche im Raum Hannover einen alten Schlepper-Reifen als Sandkasten. Wir haben aber nicht unendlich viel Platz in unserem kleinen Garten... Darum suche ich einen Reifen mit einem Außendurchmesser bis 160cm, innen darf er natürlich so groß wie möglich sein. Die Reifenbreite, sprich Sandkastenhöhe, am besten um die 30cm, damit die Kinder reinkommen..."

Belarus550 ist skeptisch: "Überleg Dir das nochmal genau. Wenn so schon wenig Platz ist, dann nutzt Du den mit einem Schlepperreifen nicht optimal. Letztlich kann man nur die Öffnung in der Mitte nutzen."

Darauf arion: "Die Öffnung in der Mitte kann man aber mit nem guten Messer oder einer Stichsäge größer machen."

Matthias gibt den Tipp: "Wir haben seit einigen Jahre einen Reifen im Garten. Allerdings mit Holzauflage, über eine Schadstoffbelastung mach ich mir da weniger Gedanken. Der Reifen ist allerdings 2,05 m im Durchmesser und 71cm hoch. Den Reifen mit der Stichsäge auszusägen ist kein Problem. Als Holz habe ich Lärche gewählt, da diese einen natürlichen Holzschutz bietet und nicht behandelt werden muss"

Wiedereinstieg in die Milchviehhaltung

JanCo stößt ein interessantes Thema an: "Ich bin derzeit ernsthaft am Überlegen, ein weiteres Standbein für unseren Ackerbaubetrieb aufzubauen. Meine Frage ist daher: Kann man heutzutage noch in die Michviehhaltung einsteigen? Natürlich kann man auch gleich sagen, sofort anfangen und nicht lange drauf warten! Aber ich müsste auch meine gesamte Betriebsstruktur umbauen. Dies ist aber alles keine langfristige Sache.. Mit einer anderen Veredlung wäre es durchaus einfacher. Dies ist schon ein wohlüberlegter Schritt, denn eine große Halle + alter Boxenlaufstall + Melkstand + Futtertechnik ist alles (noch) vorhanden und könnte genutzt werden. Futterplatte und Güllebehälter sind auch vorhanden . Von daher wäre auch ein Investitionsbedarf nicht all zu hoch, wie in anderen Veredlungsbereichen. Natürlich ist alles auch ein Rechenexemple, aber mir geht es um eine langfristige Entscheidung und Investition. Ich wär um Ihre ernsthaften Meinungen, Marktchancen, Anregungen und Aussichten nach Quotenende sehr erfreut"

attila meint: "Schon heute werden die Milchquoten nicht ausgenutzt, d.h. man rechnet damit, dass nach Auslaufen der Milchquoten kein massiver Anstieg der Milchproduktion droht. Die Marktpreisschwankungen werden auch bleiben bzw. noch zunehmen."

Llanes warnt: "Der Knackpunkt wäre sicherlich die Arbeitszeit, die kannst du mit einer Hähnchenmast oder einem Mastschweinestall nicht vergleichen...eine AK schafft ca. 500.000 kg Milch, also 50 Kühe mit guter Leistung...in so einer Größenordnung, dann auch noch Ackerbauregion, würde ich die Finger davon lassen. Oder hast du mal eben zwei AK für 100-120 Kühe rumlaufen, die auch einen Plan von den Tieren haben? Das ist ja zumeist das Problem: die AK und die Zeit. Mit einem neuen Laufstall, gerade wenn er nicht arbeitswirtschaftlich voll durchgeplant ist, kommst du schnell in die Zeitfalle...mit Altgebäuden erst recht"

Montecristo allerdings schreibt: "Warum nicht wagen, wenn genug Zeit da ist und man sich und die Gebäude gut vorbereitet in Sachen Effizienz, kann das doch was werden. Die Milch beschert immerhin ein monatliches Einkommen, mit dem mehr oder weniger gerechnet werden kann. Wenn man neu anfängt, rechnet man den Businessplan schon mit den heutigen (tiefen) Preisen. So kann man durchaus sehen, ob das was werden kann. Hier wurde mit Bauten vor 10 Jahren ein zu optimistischer Preis als Grundlage genommen, das sich nun auswirkt. Wichtig ist, die eigene Motivation und Freude. Wenn noch ein oder zwei mehr da sind, wird es noch interessanter. Auch eine 70-Kuh-Herde, auf einen einzigen Mann abgestützt, kann zur Arbeitsfalle werden. Genauso gut kann damit aber auch menschenverträglich ein Einkommen erwirtschaftet werden. Also, warum nicht?"

"Selbstbedienungs-Forste": Preis und Haftungsfrage

Lila87 fragt: "Ich habe einen Bekannten, der sich gerne Holz zu einem günstigen Preis beschaffen möchte. Auf der anderen Seite hat mein Schwiegervater Waldstücke, die durchaus mal durchgeforstet werden müssten. Zu diesem Zweck, werden wir uns am Wochenende alle gemeinsam treffen und Bäume markieren, die gefällt werden können. Mein Bekannter will die Bäume zusammen mit einem Freund selber fällen. Im Wald steht überwiegend Kiefer und ein bisschen Eiche. Nun zu meinen Fragen: 1. Was schlagt ihr vor: zu welchem Preis (je Rm) kann man das Holz dann an meinen Bekannten, der sich die Bäume selber fällt, verkaufen? Ich hatte mal irgendetwas von 12 €/rm aufgeschnappt bei SB-Forsten. 2. Wie sieht es mit der Haftung aus, wenn was passiert und der Waldbesitzer nicht anwesend ist, sondern der Kunde sich das Holz allein fällt?"

Rottalboy antwortet: " Sägekettenschein zeigen lassen und kopieren. Zum Preis: Ich verkaufe ungespaltenes Fichtenbrennholz für 35€/Ster. Ziehe die Arbeitskosten davon ab (ca. 9€/Ster), desweiteren die Räumkosten vom Wald bis auf den Hänger (auch ein paar Euros ca. 5€). Das sind nur grobe Anhaltswerte, die du auf deine Gegend preislich übertragen musst. Im normalen Wirtschaftswald gibt es keine Beschränkung, wann du das Holz schlägst."

Pferderuecker schreibt: "Der Preis "ab Stock" ist von Region zu Region sehr unterschiedlich. Frag beim Forstamt oder bei der örtlichen Forstbetriebsgemeinschaft nach. Zu den Haftungsregelungen: frag google mal nach "Selbstwerber Bestimmungen". Die Forstverwaltungen haben sowas ausklamüsert. Ich kaufe Holz ab Stock, meist über einen Förster der Forstbetriebsgemeinschaft vor Ort. Die Forstbetriebsgemeinschaft ist ein Zusammenschluss der privaten Waldbesitzer." 

Schmale Bodenfräse, aber welche?

wilddieb81 braucht ebenfalls Hilfe: "Ich suche für die Anlage von Wildäckern eine schmale Bodenfräse. Der Schlepper ist ein Schmalspur-Allradschlepper mit 31PS. Die Böden sind eher steinig, schwäbische Alb und Albvorland. Was könntet Ihr mir von der Marke her empfehlen? Die Fräse sollte robust und langlebig sein. Preis spielt erstmal eine untergeordnete Rolle. Mir sind schon die Modelle EL 43-130 und EL 53-130 von Kuhn vorgeschwebt (was ist der Unterschied der beiden?), Maschio baut auch noch kleinere Fräsen... Wer käme sonst noch in Frage?"

Drehung antwortet: "Der Rotordruchmesser der EL 53 Baureihe (43 cm) ist größer als der der EL 43 (39 cm) und die EL 53 ist scheinbar etwas stabiler (für höhere Max. Schlepperleistung) ausgelegt. Hier mal die Datenübersicht: [www.kuhn.de] (um die Daten der EL 53 ganz zu sehn, den Balken links unten nach rechts zeihen. Zu der Qualität dieser Bodenfräsen kann ich direkt nichts sagen, aber Kuhn als Hersteller hat einen sehr guten Ruf, die Kreiseleggen z.B. sind super. Ich weiß nicht, wie groß der Preisunterschied ist, aber im Zweifelsfall würde ich die 53er Baureihe vorziehen, gerade weil du auch Steine hast..."

christiannds gibt zu Bedenken: "Ob ein 31PS Schlepper das wirklich macht? Ich würde die Leistungsbedarfsangaben immer etwas kritisch betrachten, gerade, wenn Du nicht in der Sandkisten spielen möchtest. In dem Leistungssegment wird der begrenzende Faktor eindeutig die Schlepperleistung sein, deswegen würde ich auf Maschinen die ~1m Breit sind zurück greifen. Miss doch mal die Schlepperbreite. Ist der unter einem Meter würde ich auf eine Fräse der Breite 1m gehen, oder sogar drunter, sonst ist das nonsense."

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