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Bad Sarow

Treffen der Umweltminister: Wolf wird zum Top-Thema

Porträt eines Wolfes
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Anke Fritz, agrarheute
am
05.05.2017

Sechs Verbände mit Weidetierhaltern nutzten die Umweltministerkonferenz (UMK) um eine Erklärung zum Umgang mit dem Wolf an das Umweltministerium zu übergeben.

Bei der heutigen Frühjahrstagung der Umweltminister der Länder beschlossen die Minister eine Arbeitsgruppe zum Thema Wolf einzurichten. Der heutige Beschluss der Umweltminister sieht vor, dass sich die Arbeitsgruppe auf Amtschef- und Staatssekretärsebene zusammenfindet.

Anlässlich der Umweltministerkonferenz übergaben sechs Verbände mit Weidetierhaltern eine Erklärung  an den Staatssekretär des Bundesumweltministeriums, Jochen Flasbarth, und den Umweltministern aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, Till Backhaus und Jörg Vogelsänger.

Weidetierhalter fordern Transparenz über die Zahl der Wölfe

Die Weidetierhalter fordern volle Transparenz über die Zahl der Wölfe in Deutschland und ein wirksames Wolfsmanagement. Weite Teile Deutschlands wie die Berg- und Küstenregionen und die Grünland- und Naturschutzgebiete könnten nicht wolfssicher eingezäunt werden. Als ein Beispiel wurde eine Grünlandregion ohne Berge wie der Landkreis Cuxhaven genannt, dessen Einzäunung bei einem Radius von 50 Kilometern 180.000 Hektar bedeuten und fast 270 Millionen Euro kosten würde, schreibt der Deutsche Bauernverband in seiner Pressemitteilung.

Wolfsschutz soll einehitlich gefördert werden

Die Verbände fordern von den Umweltministern des Bundes und der Länder, dass der Schutz der Weidetierhaltung Kernanliegen des Naturschutzes werden müsse und nicht dem Wolfsschutz unterzuordnen wäre. Der Schutz von Weidetieren vor Wölfen durch Zäune, Herdenschutzhunde oder andere Maßnahmen einschließlich des zusätzlichen Arbeitszeitaufwandes müsse vollumfänglich, unbürokratisch und in allen Bundesländern einheitlich finanziell gefördert werden.

Dabei müsse die gute fachliche Praxis der Einzäunung von Weidetieren zum Verhindern eines Ausbrechens der Weidetiere die Basis für eine finanzielle Förderung von Präventionsmaßnahmen sein und nicht der Standard zum Schutz der Weidetiere vor Übergriffen durch Wölfe. Die Verbände fordern zudem, verhaltensauffällige Wölfe zu töten und den Tierhaltern durch Wolfsrisse entstandene Schäden umfassend und unbürokratisch zu erstatten. Generell bedürfe es einer Umkehr der Beweislast hinsichtlich des Nachweises eines Wolfsrisses zugunsten der Weidetierhalter.
 

Mit Material von DBV

Wolfsichtungen: Der Wolf tappt in die Fotofalle

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