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Umwelt

Trockenheit hat Folgen: Brände und Futterknappheit

© FFW Kelbra
von , am
17.07.2015

Nach wie vor ist es heiß und trocken. In einigen Regionen wird deswegen das Futter knapp. Lesen Sie hier, wo Vorrangflächen für die Futtergewinnung genutzt werden dürfen - und wo es gebrannt hat.

Damit die Feuerwehr (hier die Feuerwehr Kelbra) erst gar nicht anrücken muss helfen ein paar Tipps. © FFW Kelbra
Eine Warmfront bringt heiße und schwüle Luft in Teile des Landes. Am heutigen Freitagnachmittag und Abend kann es im Osten und Nordosten gewittern, ebenos in den mittleren Landesteilen. Auch im Südwesten entwickeln sich einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes zufolge am späten Nachmittag und Abend einzelne kräftige Gewitter, die allmählich ostwärts ziehen.
 
Generell steigt das Unwetterpotential zum Nachmittag und Abend hin an, dann sind auch größerer Hagel, Starkregen über 25 mm in kurzer Zeit und schwere Sturm- oder orkanartige Böen ganz vereinzelt und lokal eng begrenzt möglich.
 
In der Südhälfte, in der Osthälfte und auch in den mittleren Landesteilen muss erneut mit einer starken Wärmebelastung gerechnet werden.
 
In der Nacht zum Samstag ziehen die Gewitter rasch ostwärts ab. Später gibt es im Westen und Nordwesten erneut Gewitter, die bis Samstagfrüh auch auf die mittleren Landesteile übergreifen. Dabei kann es erneut lokal eng begrenzt Starkregen, Hagel und Sturmböen geben. Unwetter sind vor allem im Südwesten und in der Mitte ebenfalls nicht ausgeschlossen.

Trockenheit macht Futter knapp: Hier dürfen Sie Stillegungsflächen nutzen

Die Direktzahlungen-Durchführungsverordnung wurde geändert. Damit können landwirtschaftliche Betriebe ihre im Umweltinteresse genutzten Bracheflächen künftig ab dem 1. Juli zur Beweidung und zur Schnittnutzung für Futterzwecke nutzen. Voraussetzung sind "außergewöhnlicher Umstände" wie die akutelle Trockenheit. 
 
Rheinland-Pfalz
 
Wegen der im langjährigen Vergleich sehr geringen Niederschlagsmengen in Rheinland-Pfalz dürfen brachliegende Flächen (Nutzungscode 062) und Feldränder (Nutzungscode 058), die als Greening-Flächen gemeldet wurden, ab sofort durch Beweidung mit Tieren und durch Schnittnutzung zu Futterzwecken genutzt werden.
 
Bayern

In Bayern gilt die neue Regelung in den stark betroffenen Landkreisen und Kreisfreien Städten
  • Aschaffenburg,
  • Bad Kissingen,
  • Bamberg,
  • Haßberge,
  • Kitzingen,
  • Main-Spessart,
  • Rhön-Grabfeld,
  • Schweinfurt,
  • Tirschenreuth und
  • Würzburg.
Zulässig ist auch eine Weitergabe im Rahmen der Nachbarschaftshilfe an Dritte.
 

Zwei Ballenbrände und ein Feldbrand

"Erhebliche Sachschäden" sind nach Angaben der Polizei Aalen am Mittwoch bei Bränden in Gerabronn und auf der Gemarkung Kirchberg/Jagst entstanden.
 
Am Ortsrand von Seibotenberg brannte gegen 19.15 Uhr eine Ballenpresse. Der Polizei zufolge habe vermutlich die hohe Temperatur im Inneren der Presse das Pressgut entzündet. Der Fahrer bemerkte dies und konnte die Presse noch vom Traktor abhängen. Ein genauer Sachschaden kann erst nach Begutachtung in der Werkstatt benannt werden. Ein Schaden bis zu 40.000 Euro ist möglich. Die FFW Gerabronn war mit drei Fahrzeugen und 21 Mann Ort.
 
Ein weitaus höherer Schaden entstand um 15.45 Uhr zwischen Weckelweiler und Eichenau. Hier brannte ein Ballen in der Ballenpresse. Die Polizei vermutet einen technischen Defekt. Das Feuer breitete sich schnell auf die Maschine und dann auf den Traktor aus. Eigene Löschversuche des Fahrpersonals scheiterten. Durch den Wind wurden  über das gesamte Feld getragen, sodass sämtliche bereits gepresste Ballen ebenfalls in Brand gerieten. Die alarmierte Feuerwehr konnte die Brände dann löschen. Verletzt wurde niemand. Hier geht man von einem Gesamtschaden von circa 180.000 Euro am Traktor und an der Ballenpresse aus.
 
 
Die Feuerwehr Kelbra musste am Donnerstag wegen eines Feldbrandes ausrücken. 800 m² abgeerntetes Stoppelfeld standen der Feuerwehr zufolge in Flammen. Ursache waren höchstwahrscheinlich Flex-Arbeiten, die am Außenzaun einer Gartenanlage durchgeführt wurden. Die anwesenden Kleingärtner bekämpften das Feuer bis zum Eintreffen der Feuerwehr mit Gießkannen und dämmten es soweit ein, dass die Feuerwehr Kelbra nur noch eine Restablöschung durchführen musste.
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