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Wirtschaft

Trotzdem 'gut behauptet trotz Krise'

Externer Autor
am
09.03.2010

Münster - Das Geschäftsjahr 2010 wird schwieriger als 2009. Davon ist der Agravis-Vorstandsvorsitzende Dr. Clemens Große Frie überzeugt.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise habe das Agrarbusiness mit Verzögerung erreicht und sie werde die Branche erst wieder mit Verspätung verlassen, sagte Große Frie heute auf der Jahrespressekonferenz des Unternehmens.

Der Umsatz des Agravis-Konzerns ging 2009 gegenüber dem Ausnahmejahr 2008 um 855 Millionen Euro oder rund 15 Prozent auf knapp 4,96 Milliarden Euro zurück. Niedrigere Agrarpreise und ein geringerer Mischfutterabsatz drückten auf den Umsatz. Das Düngemittelgeschäft kam praktisch zum Erliegen. Das Ergebnis vor Steuern ermäßigte sich leicht um zwei Millionen Euro auf 23,3 Millionen Euro. "Gut behauptet trotz Krise", fasste Große Frie das Geschäftsjahr 2009 zusammen.

Umsatz geht weiter zurück

Für das laufende Jahr rechnet die Agravis mit rückläufigen Investitionen der Landwirte in die Technik. Am schwachen Getreidemarkt fehlen Zeichen eines Aufschwungs. Große Frie erwartet einen Umsatz von 4,7 Milliarden Euro. Das wäre ein erneuter Rückgang um fünf Prozent, "aber damit könnten wir noch zufrieden sein", meint der Vorstandschef. Den Gewinn vor Steuern will er über der Marke von 20 Millionen Euro halten.

Vom Bundeskartellamt hat die Agravis grünes Licht für die Übernahme der Raiffeisen Mölln erhalten. Die endgültige Entscheidung über die Akquisition obliegt nun den genossenschaftlichen Gremien in Mölln. Große Frie schloss weitere Übernahmen in diesem Jahr nicht aus, wenn sich Akquisitionsmöglichkeiten ergeben.(dlz/leh)

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