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USA

Trump wirft Deutschland unfaire Handelspraktiken vor

Donald Trump, US-Präsident
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Eva Eckinger, agrarheute
am
03.04.2017

US-Präsident Donald Trump riskiert einen Handelskonflikt. Er gibt anderen Ländern die Schuld für das gewaltige US-Handelsdefizit. Auch Deutschland wirft er unfaire Praktiken vor.

US-Präsident Donald Trump riskiert einen massiven Handelsstreit mit wichtigen Wirtschaftspartnern, darunter China und Deutschland. Aufgrund des hohen US-Handelsdefizits lässt Trump alle Handelsbeziehungen zu anderen Ländern überprüfen, berichtet die dpa. Schuld an der prekären wirtschaftlichen Situation hätten aus seiner Sicht andere Länder, die ihre Produkte mit unfairen Praktiken auf den Markt bringen.

Unfaire Handelspraktiken gegen die USA

Bereits seit längerer Zeit wirft Trump Deutschland, China und anderen Ländern unfaire Handelspraktiken vor. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries will die Amerikaner darauf hinweisen, dass die Ungleichgewichte im amerikanischen Handel auch hausgemachte Ursachen hätten. Man müsse erläutern, dass die Gründe für das Handelsdefizit der USA nicht nur im Ausland liegen.

Handelsdefizit der USA steigt weiter an

Die USA importieren seit vielen Jahren viel mehr, als sie exportieren - Tendenz steigend, so die dpa weiter. Um dies zu finanzieren, sei die größte Ökonomie der Welt stets auf einen massiven Zustrom von ausländischem Geld angewiesen. 2016 war das Handelsdefizit der USA noch einmal gestiegen.

Die USA würden für sich in Anspruch nehmen, dass sie im Vergleich zu anderen Ländern geringe Hürden für Einfuhren hätten.

Vorwürfe gegen deutsche Stahlproduzenten

Konkrete Dumping-Vorwürfe der US-Regierung gibt es bereits gegen mehrere ausländische Stahlproduzenten, darunter auch Salzgitter und die Dillinger Hütte. Die USA drohen mit Strafzöllen. Mit dem Vorgehen riskieren die USA einen internationalen Handelsstreit, so die dpa.

Protektionismus: Klage der Welthandelsorganisation

Die Bundesregierung kritisierte das Vorgehen und pochte auf Einhaltung internationaler Handelsregeln. Auch eine Klage vor der Welthandelsorganisation WTO werde nicht ausgeschlossen. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte der Zeitung "Rheinische Post": "Das ist Protektionismus. Das werden wir Europäer uns nicht bieten lassen."

Mit Material von dpa

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