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Wirtschaft

Tschechien erlitt 2009 heftigen Verfall der Agrarpreise

Externer Autor ,
am
06.05.2010

Prag - In Tschechien lagen die landwirtschaftlichen Erzeugerpreise im vergangenen Jahr auf dem niedrigsten Niveau seit dem Jahr 2000.

© Werkbild

Gleichzeitig hat das Prager Statistische Amt mit 24,8 Prozent den deutlichsten Rückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Wie aus seinem kürzlich veröffentlichten Bericht über makroökonomische Entwicklungen 2009 in Tschechien hervorgeht, ist diese Abnahme insbesondere auf eine Verbilligung von pflanzlichen Produkten zurückzuführen. So sanken diese im Durchschnitt fast um ein Drittel im Preis, tierische Erzeugnisse um 15,2 Prozent.

Der deutlichste Preisverfall war bei Getreide zu verzeichnen und zwar um 41,0 Prozent. Aber auch Ölfrüchte mussten die tschechischen Agrarproduzenten um 35,3 Prozent sowie Obst um 24,4 Prozent billiger abgeben als 2008. Bei tierischen Erzeugnissen gingen die Milchpreise am deutlichsten zurück und zwar um 29,3 Prozent. Außerdem sank Geflügel wertmäßig um 9,0 Prozent.

18 Prozent weniger Bruttoagrarerzeugung

Angesichts dieser Preisrückgänge verringerte sich die tschechische Bruttoagrarerzeugung 2009 im Jahresvergleich um 18 Prozent auf 97,4 Milliarden Tschechische Kronen (3,8 Milliarden Euro). Das war das schlimmste Ergebnis seit dem Beitritt des Landes zur Europäischen Union im Jahr 2004, konstatierte die Statistikbehörde. (aiz)

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