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Ernährung der Zukunft

TV-Tipp: Magere Jahre? Wie wir uns in Zukunft ernähren können

Ein Mähdrescher von Claas auf einem Feld bei der Ernte
am Montag, 03.10.2022 - 05:00 (37 Kommentare)

Am Mittwoch zeigt 3sat in Erstausstrahlung eine Reportage, die sich um künftige Ernährungssicherheit, Bio-Anbau, Klimawandel und die Energiekrise dreht.

Am Mittwoch, den 05. Oktober, um 20.15 Uhr erfolgt auf dem Sender 3sat die Erstausstrahlung der Dokumentation „Magere Jahre? Wie wir uns in Zukunft ernähren können“.

In Zeiten des Klimawandels, internationaler Lieferengpässe und der globalen Energiekrise gerät auch die Ernährungssicherheit zunehmend unter Druck. Die Sendung dreht sich um die Fragen:

  • Was bedeutet es, nachhaltig zu produzieren?
  • Kann der steigende Bedarf mittels Bio-Anbau und regionaler Produkte gesichert werden? Muss sich der Speiseplan verändern?
  • Wird Essen gar zum Luxus für ein paar wenige?

Kritik: Romantisierung der Landwirtschaft

Autor und Journalist Timo Küntzle kritisiert eine romantisierende Vorstellung von der Landwirtschaft. Ohne Kunstdünger, ohne Pflanzenschutzmittel lasse sich die Produktion nicht mehr steigern.

Im niederösterreichischen Weinviertel kämpft ein Landwirt mit langen Dürreperioden. Der Weizen kann sein volles Potenzial nicht entwickeln oder vertrocknet, bevor er geerntet werden kann. Für Landwirt Lorenz Mayer ist ungewiss, ob er auch in zehn Jahren noch im Weinviertel anbauen kann.

Energiekrise gefährdet Lebensmittelproduktion

Zusätzlich gefährdet die Energiekrise die Lebensmittelproduktion. Einerseits werde der Stickstoffdünger knapp, für dessen Herstellung Gas gebraucht wird, andererseits brauche es Gas für das Pasteurisieren von Milch, so der Journalist. Die benötigte Hitze per Ölofen zu erzeugen, würde den Milchpreis um das Vier- bis Fünffache steigern.

Beim Biobetrieb von Manuel Pichler scheint die Welt jedoch in Ordnung, meinen die Macher der Reportage: In Niederösterreich hält er Schweine und bewirtschaftet Ackerflächen mit Kartoffeln und Mais. Den Dünger für seine Felder produzieren seine Schweine, denen wiederum das selbst angebaute Futter zur Verfügung steht. Im eigenen Hofladen verkauft er seine Erzeugnisse. In Masse werde bei ihm nicht produziert, dafür aber in bester Qualität.

Im Anschluss an die Reportage folgt dann um 21.00 Uhr eine weitere Dokumentation: "Alles Beton – Von welchen Äckern sollen unsere Enkel essen?“. Sie dreht sich um die Frage, wie sich zunehmender Bodenverbrauch und steigende Flächenversiegelung auf die Ernährungssicherheit auswirken.

Mit Material von ZDF, 3sat

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