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Preiskampf

TV-Tipp: Mehr Geld für Bauern - Fair statt billig

Kühe auf Weide
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Eva Eckinger, agrarheute
am
02.03.2018

Eine ARTE-Reportage beschäftigt sich mit dem Preiskampf in der Landwirtschaft. Was wäre, wenn der Verbraucher selbst den Preis bestimmen könnte? Erste Projekte versuchen dies bereits.

In der ARTE-Reportage "Mehr Geld für Bauern – Fair statt billig" geht es um den Preiskampf in der deutschen Landwirtschaft. Im Rahmen bestimmter Projekte übernehmen Konsumenten die Verantwortung für diejenigen, die ihre Lebensmittel erzeugen und deren Existenz doch immer wieder von Niedrigpreisen bedroht ist.

Milchbauern geben auf

So hat jeder dritte Milchbauer in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren aufgegeben, berichtet ARTE. Jörg Ostermeier aus dem Allgäu ist einer von ihnen. Seit dem letzten großen Milchpreisverfall 2015 habe er sich finanziell nicht mehr erholt. Nach Jahren harter Arbeit für wenig Geld muss er seine Kühe zum Schlachthof bringen. Doch auch in Deutschland gibt es Ideen, die seine Welt ein klein wenig besser machen könnten.

Solawi: Städter lernen harte Arbeit kennen

Dazu zählt die Initiative "Solidarische Landwirtschaft" (Solawi). Sie will eine Brücke bauen zwischen Erzeugern und Verbrauchern. Wer mitmacht, muss auch mal die Ärmel hochkrempeln und bei der Ernte helfen, so ARTE. Auf diese Weise lernt ein Städter mit Bürojob schnell, wieviel Zeit und Schweiß in ein paar Möhren stecken – und wieviel die Arbeit des Bauern wirklich wert ist.

Da ist ein fairer Preis selbstverständlich, auch wenn der höher ist als im Discounter um die Ecke. Etwa 130 Höfe in Deutschland haben sich dem Netzwerk bereits angeschlossen.

Verbraucher bestimmt den Preis selbst

Die Reportage geht unter anderem auch der Frage nach: „Stell Dir vor, Du bestimmst den Preis. Wieviel soll Milch kosten? Mit ein paar Mausklicks entscheiden: Darf die Kuh auf die Wiese? Und der Bauer mal in den Urlaub? Ja! Das kostet nur ein paar Cent mehr. In Frankreich geht das bereit, so ARTE. „C’est qui le Patron?“ heißt die Initiative. Wer ist der Boss? Auf der Website stimmen Verbraucher über Milch- und Pizza-Preise ab. Und viele zahlen gerne etwas mehr für glückliche Kühe, gesunde Milch und Bauern, die von ihrer Arbeit leben können. Dann müssten sie sich nur an der Supermarkt-Kasse noch so verhalten, wie sie im Internet angeben.

Wer die Sendung heute um 12.15 Uhr verpasst, kann sie in der ARTE-Mediathek jederzeit nochmal ansehen.

Mit Material von ARTE

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