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Weltrekord?

Über 20.000 Euro für einen Heuballen

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Eva Eckinger, agrarheute
am
05.04.2016

Der Verkauf eines Heuballens für über 20.000 Euro dürfte wohl einen Weltrekord darstellen. Ein Fleischwarenhersteller möchte damit von Buschfeuern geplagte australische Landwirte unterstützen - und selbst Profit machen.

Am 18. März fand im australischen Harvey eine Versteigerung statt, um Geld für Landwirte zu sammeln, die von den im Januar wütenden Buschfeuern in Waroona, Harvey und Yarloop stark getroffen worden waren. Und dabei kam eine ansehnliche Summe zusammen, wie Global Meat News berichtet. Ein Teil der umfangreichen Spendenveranstaltung war die Heuballen-Auktion. Und gerade sie sorgte für besonders großes Aufsehen ...

Letzter Ballen Heu vor Feuersbrunst

Denn der "letzte Heuballen aus der Feuerzone" ging an den Fleischwarenhersteller Western Meat Packers Group (WMPG). Firmenchef Andrew Fuda legte sage und schreibe 30.000 Australische Dollar (über 20.000 Euro) für einen einzigen Ballen auf den Tisch.

Der Ballen bestand aus dem letzten Heu, dass die Landwirtsfamilie Graham und Mia Rose noch auf ihrem Grund zusammenkratzen konnte, bevor die Flammen alles verschlangen.

Weltrekord-Heu für Qualitätsfleisch

Das Weltrekord-Heu soll nun ausgewählten Ochsen gefüttert werden, die für den japanischen Markt gedacht sind. "Wir sind der Überzeugung, dass das Fleisch jener Tiere, die mit dem Weltrekord-Heu gefüttert wurden, höchst begehrt sein wird bei besonders anspruchsvollen japanischen Kunden, die sogar die rauchigen Aromen von alter australischer Roteiche, rotem Eukalyptus und Pfefferminzbäumen herausschmecken könnten", meint Mr. Fuda in einer Pressemitteilung.

Unterstützung der Landwirte und eigener Profit

Man sei stolz darauf, derartiges Fleisch anbieten und gleichzeitig die vom Feuer so schwer getroffenen Landwirte, welche die Firma seit vielen Jahren beliefern, finanziell unterstützen zu können, so Fuda. Aktuell werde vom Guinnessbuch geprüft, ob es sich wirklich um eine offizielle Weltrekord-Summe handelt.

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