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Umwelt

Überfischung: EU-Kommission kürzt Fangquoten

von , am
09.08.2013

Brüssel - Der Kampf gegen die Überfischung der Meere geht weiter: Die EU-Kommission kürzt für 2013 die Fischereiquoten der EU-Staaten, die im vergangenen Jahr mehr Fisch gefangen haben als erlaubt.

Die Europäische Kommission angekündigt, für 2013 die Fangquoten der Mitgliedstaaten zu kürzen, die ihre Quoten im Jahr 2012 überschritten haben. Durch diese jährlich erfolgenden Kürzungen kann die Kommission die Schäden, die den im Vorjahr überfischten Beständen zugefügt wurden, umgehend ausgleichen und eine nachhaltige Nutzung gemeinsamer Fischereiressourcen durch die Mitgliedstaaten gewähr­leisten.
 
Maria Damanaki, EU-Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, erklärte: "Da wir nun an der Umsetzung der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik arbeiten, geht es uns vorrangig darum, die Vorschriften strikt und gerecht durchzusetzen. Ich stelle fest, dass die Überfischung im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen ist, und setze mich dafür ein, diesen Trend längerfristig fortzusetzen. Dies wird Teil unserer stetigen Bemühungen um die Durchsetzung von Kontrollvorschriften sein, die von entscheidender Bedeutung sind, um eine Ende der Überfischung und die langfristige Nachhaltigkeit unserer Bestände zu erreichen."

Abzüge für kontinuierliche Überfischung

Quotenkürzungen werden an denselben Beständen vorgenommen, die im Vorjahr überfischt wurden, wobei zusätzliche Abzüge für kontinuierliche Überfischung, eine Überfischung von mehr als fünf Prozent oder die Überfischung eines Bestands, für den ein Mehrjahresplan gilt, erfolgen.
 
Sollte ein Mitgliedstaat jedoch über keine Quote zum Ausgleich für die Überfischung verfügen, so werden die entsprechenden Mengen von einem anderen Bestand in demselben geografischen Gebiet abgezogen. Dabei wird berücksichtigt, dass es Rückwürfe in gemischten Fischereien zu vermeiden gilt. Die Kürzungen bei anderen Beständen werden in Absprache mit den betreffenden Mitgliedstaaten beschlossen und später in diesem Jahr in einer separaten Verordnung veröffentlicht.
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