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Wirtschaft

Ukraine: Exporte laufen weiter gut

ez/agrarheute
am
17.04.2014

Die EU hat diese Woche Finanzhilfen und Zollerleichterungen für die Ukraine beschlossen. Die Getreideexporte des Schwarzmeerlandes laufen weiter gut.

Bis zum 24. März haben die Getreideexporte der Ukraine offiziellen Angaben zufolge einen Umfang von 26,8 Millionen Tonnen (Mio. t) erreicht. Das geht aus einem Bericht des Marktkompass hervor. Damit übertrifft das Schwarzmeerland das Vorjahresergebnis sogar um 41 Prozent.
 
Der Hauptanteil der ukrainischen Getreideexporte entfällt mit 62 Prozent auf Mais. Weizen macht mit 7,66 Mio. t etwa 28,5 Prozent der Gesamtexportmenge aus. Bei den Ausfuhren handelt es sich allerdings um alterntige Ware, die bereits zum Großteil vermarktet ist. Interessant wird die neue Ernte, wie Olaf Zinke, Redaktionsleiter des Marktkompass, ankündigt.
 
Denn Auswirkungen auf die Landwirtschaft hat das Krisengeschehen im Land durchaus: Die Aussaat von Sommergetreide gerät mittlerweile zunehmend ins Stocken. Grund sind die kräftig gestiegenen Kosten für Treibstoff, Energie und Dünger.

Lebensmittelwirtschaft nocht nicht EU-konform

Die ukrainische Lebensmittelwirtschaft hingegen kann nicht ohne weiteres in die EU exportieren. Knackpunkt sind diverse Zertifikate. Nach Angaben von Leonid Kosatschenko, Präsident der Ukrainischen Agrar-Konföderation (UAK), verfügen in dem Land nur sieben Prozent aller Nahrungsmittelproduzenten über ISO- und HACCP-Zertifikate sowie weitere 15 Prozent über einen dieser Nachweise. Dadurch werden Exporte in die EU erschwert.
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