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Politik EU

Ukraine will Agrarland-Besitz pro Person stärker beschränken

von , am
29.03.2011

Kiew - In der Ukraine soll nach der für Januar 2011 geplanten Freigabe der Geschäfte mit landwirtschaftlichem Grund und Boden der Erwerb auf 900 bis 2.100 Hektar pro Person, je nach Region, beschränkt werden.

Bisher lag die Obergrenze für den Agrarland-Erwerb in der Ukraine bei 3.000 Hektar pro Person. © landpixel
Das sieht eine Neufassung des Entwurfs für das nationale Bodenmarktgesetz vor, die auf der Internetseite der Staatlichen Bodenressourcen-Agentur (Gossem) veröffentlicht wurde. Bislang waren Obergrenzen von 300 bis 3.000 Hektar vorgesehen gewesen. Der Entwurf setzt die Möglichkeit des Verkaufs von Agrarland ausschließlich an ukrainische Staatsbürger voraus, die dazu Produkte für den Markt erzeugen müssen. Auch nach dem Zukauf von Ländereien dürfe die jeweilige Obergrenze nicht überschritten werden, heißt es weiter. Keine Gültigkeit soll die Einschränkung jedoch für geerbte Flächen haben. Wie berichtet, hat das ukrainische Parlament Anfang März einen Gesetzesentwurf abgelehnt, wonach das seit 2001 bestehende Moratorium für den Handel mit Agrarland um weitere drei Jahre verlängert werden sollte. Die Gegner des freien Bodenmarktes befürchten vor allem die übermäßige Konzentration von Ländereien in den Händen einzelner Besitzer sowie deren Zweckentfremdung.
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