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Politik national

Umfrage: Lieber Landwirtschaftsminister vom Fach

© Bundestag
von , am
10.03.2014

Berlin/München - Was halten Landwirte von ihrem neuen Minister? Das wollten wir von unseren Usern erfahren und haben nachgefragt.

Christian Schmidt bei seiner Vereidigung als Landwirtschaftsminister. © Bundestag/agrarheute.com
Der mittlerweile nicht mehr ganz so neue Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) hat eines mit seinen Vorgängern gemeinsam: Er ist nicht vom Fach. Allerdings ist das nichts Neues: Seit 13 Jahren belegen fachfremde Politiker das Landwirtschaftsministerium.
Der letzte Landwirt im Amt des Agrarministers war von 1998 bis 2001 Karl-Heinz Funke (SPD), der den landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern weiterführte.
 
Es ist nicht ungewöhnlich, dass Politiker in Ressorts zu Ministern werden, in denen nicht  ihr beruflicher oder persönlicher Schwerpunkt liegt oder lag. Trotzdem waren wir neugierig: Wie finden unsere User den neuen Agrarminister? Ist es für Sie ein Thema, dass Schmidt ohne landwirtschaftlichen Hintergrund, dafür aber Jurist ist?

36 Prozent hätten lieber einen Minister mit landwirtschaftlichem Hintergrund

Und tatsächlich, knapp 36 Prozent unserer Umfrageteilnehmer halten Schmidt für "keine gute Wahl, da er fachfremd ist".  Dass sich Schmidt schnell ins neue Amt einarbeiten wird, können sich immerhin 237 Umfrageteilnehmer (23 Prozent) vorstellen. Sie sagen: "Ich traue ihm Kompetenz zu."
 
Hans-Peter Friedrich, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen Geheimnisverrat ermitteln will, konnte in seiner kurzen Amtszeit offenbar viele Sympathien gewinnen: Knapp 17 Prozent der Umfrageteilnehmer hielten ihn für geeigneter, nur fünf Prozent schätzen Christian Schmidt "besser als Hans-Peter Friedrich" ein.
 
Nicht zu vergessen sind aber die übrigen knapp 19 Prozent: Sie sind noch unentschieden. Sprich, abwarten wie sich der neue Landwirtschaftsminister macht, lautet offenbar die Devise.

Community will zunächst abwarten

Auch viele Mitglieder unserer landlive-Community wollen abwarten: "Zu Schmidt bin ich auch der Meinung, dass man ihm erst mal ein wenig Zeit geben soll", schreibt ein User. Ein anderer stimmt zu: "Genau richtig. Er muss eine Chance haben."
 
Für wenig Begeisterung sorgt allerdings die Vergabe des Ministeriums nach Regionalproporz. Die CSU legt darauf tradtitionell großen Wert. Auf landlive vermutet man hingegen, dass es ein Franke werden musste, "um die Franken für die Bayernwahlen zu besänftigen".
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