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Dorf und Familie

Umgang mit Tierrechtlern, Silagequalität und ein Fotowettbewerb

Externer Autor ,
am
22.08.2014

Wie sollte man mit Tierrechtlern diskutieren? Wie alt kann eine Kuh werden? Der Fotowettbewerb des BBV "Landwirt-schaf(f)t Heimat" - Themen der Woche auf landlive.

Wettbewerbsfoto - Blumenparadies Rochusfeld (klick aufs Bild) © Landliveuser ammertal
Fotowettbewerb"Landwirt-schaf(f)t Heimat"
 
Unter dem Motto: "Landwirt-schaf(f)t Heimat" veranstaltet der Bayerische Bauernverband bis zum 31. Oktober einen Fotowettbewerb. Der BBV schreibt dazu: "Wo erlebt ihr in Bayern, dass Landwirtschaft unsere Heimat gestaltet und prägt? Zeigt uns euren persönlichen Blick auf Menschen, Tiere und auf die Landwirtschaft.Vielleicht findet ihr auch bei verschiedenen Aktionen wie einem Bauernmarkt, einem Fest oder spätestens zu Erntedank ein passendes Motiv, mit dem ihr beim BBV-Fotowettbewerb mitmachen möchtet." Eine Jury, bestehend aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des Bayerischen Bauernverbandes, kürt die Sieger. Zum Wettbewerb geht's hier:

Richtiger Umgang mit Tierrechtlern von PETA & Co.

Lederstrumpf schreibt: "Wir kennen das alle: PETA veröffentlicht ein Undercovervideo, welches sich rasend schnell verbreitet und der hiesige Landwirt schaut dumm aus der Wäsche. Nicht in diesem Fall, denn eine Landwirtin hat PETA sofort adressiert und klar gemacht, was der Fachmann sofort sieht, die normalen Leute da draußen aber nicht sehen können - das Video ist gestellt. Die Landwirtin hat sofort eine Menge Unterstützung über die sozialen Netzwerke erfahren. Viele Menschen, die ansonsten solchen gestellten Bildern Glauben schenken, wurden nochmal zum Nachdenken angeregt. So sollte das sein! Lest selbst die Story: [animal.agwired.com] Warum glauben viele Menschen solchen gestellten Bildern? Ganz einfach, weil sie nicht wissen wie es in einem Stall heute in Wirklichkeit aussieht. Daher müssen sie den Bildern glauben. Der Landwirt muss die Initiative ergreifen und zeigen, was in seinen Ställen abgeht, aber nicht erst nach Aufforderung. Wenn das geschehen würde, hätten solche gestellten Aufnahmen keine Chance mehr." HL1937 kommentiert: "Die selbsternannten Tierschützer haben wahrscheinlich noch nie mit Tieren ihr Geld verdienen müssen, machen aber anderen das Leben schwer. Billigst wie die meisten es wollen, geht halt nicht über die im Stroh wühlende Sau oder Kuh. Und den meisten Verbrauchern ist es doch egal wie das Tier gehalten wird, billig muss es sein." Und Llanes antwortet: "Genau das ist es, was helfen kann. Dass Landwirte wie "Dairy Carrie" und der Edeka-Zulieferer selbst an die Öffentlichkeit gehen und ihre Meinung kundtun. Gerade den Blogeintrag von der Amerikanerin fand ich gut, sie hat einfach die Machenschaften offengelegt, für jedermann nachvollziehbar. Und wenn ich es richtig gesehen hab, wurde der Beitrag z.B. auf FB 44.000 mal geliked. Auch das hat Gewicht!" 

Chemische Siliermittel

Michl34 möchte wissen: "Bei mir gehen immer wieder trotz hoher Verdichtung, hohem Vorschub und sauberem abdecken der Silos erhebliche Mengen Futter kaputt. Nun dachte ich mir, ich gebe jetzt einfach in alle Silagen in den oberen halben Meter ein flüssiges chemisches Siliermittel, damit mal Ruhe mit den Verlusten ist. Mit biologischen von Schaumann habe ich es auch schon versucht - aber mit mäßigem Erfolg. Der erste Schnitt von heuer riecht zwar nach Essigsäure und hat wie nach Herstellerangaben versprochen ein optimales Gärsäuremuster, schimmelt aber trotzdem. Was für chemische Mittel könnt ihr empfehlen und wo bekommt man die einigermaßen günstig her? Da sie bei den landläufigen Herstellern teilweise unverschämt teuer sind." rocknrolldirk antwortet: "Wir haben auch immer wieder solche sensible Haufen. Meist ist der erste Schnitt der stabilste, Spätschnitte ebenfalls. Derzeit haben wir den 1. und 2. Schnitt vollkommen ohne Verluste im Anschnitt. Ich bin dazu übergegangen zwei Längs- und jede Menge Querriegel zu legen. Empfindliche Haufen werden nur kurz für die Entnahme geöffnet und sofort wieder dicht verschlossen. Das hält Erwärmung und Schimmel im Rahmen, ist aber nicht befriedigend. Trockenmassegehalte haben nicht den Einfluss, den ich persönlich erwarten würde. Mancher trockene Haufen hat mir schon Sorgen gemacht und ging dann nicht hoch, während sich schon sehr feuchte Haufen mitten im Kern an der Anschnittfläche erwärmt haben oder sogar Anzeichen von Schimmelbildung hatten. Ich habe mir die Frage gestellt, warum fast nie erste Schnitte - egal ob mit oder ohne Siliermittel, ob trocken oder nass oder auch schon nach sechs Wochen angeschnitten - nur sehr selten warm werden oder schimmeln. Ein entscheidender Unterschied könnte sein, dass im ersten Schnitt niemals Erntereste vom vorherigen Schnitt verbaut werden. Wenn man sich solche Reste mal vornimmt, findet man darin allerlei Farben und Gerüche, die von der Vermehrung von Mikroorganismen herrühren. Fährt man diese Reste in einen 2. bis 5.Schnitt ein, impft man diesen mit dem ganzen Rotz. Manchmal kriegen diese Erntereste auch noch Gülle ab, die nicht ganz abgewaschen wird. Ich fahre seit dieser Vermutung nach jedem Schnitt mit dem Striegel los, und kämme alle größeren Erntereste aus den Flächen raus. Man ist manchmal überrascht, wieviel sich dabei sammelt. Vielleicht ist das der Grund für das Mysterium der schlechten Silohaufen?"
 
Auf die Aussage von Landmaschinenfan: "Teilweise ist es möglich, das Siliermittel noch auf dem Ladewagen dem Grüngut beizumischen. Siliermittel sollten aber das allerletzte Mittel sein. Konservieren von Grünfutter ist halt eine komplexe Sache, die durch einiges beeinflußt werden kann. Schon das Mähwerk kann die Silagequalität beeinflussen. Witterungseinflüsse können sich ebenfalls massiv auswirken." 
 
Matthias schreibt: "Ich halte Siliermittel nicht für das letzte Mittel, es sichert mir halt die Ernte ab. Gerade in der Grassilierung gibt es oft so viele unterschiedliche Bedingungen, Standorte, usw. da ist es, denke ich, eine sinnvolle Maßnahme. Wir setzen seit Jahren erfolgreich Sorbinsäure ein."

Wie alt kann eine Kuh noch werden?

Diese Frage stellt sich Rough_Rider: "Ich habe eine 18-jährige Tiroler Grauviehkuh in der Herde, der ich das Gnadenbrot gebe. Jetzt stellt sich die Frage, wie lange kann ich die noch mitlaufen lassen ohne befürchten zu müssen, dass sie mir auf den Schlag umkippt?" agrarandi meint: "Hallo, deine Kuh kann 20 bis 23 Jahre alt werden, so schnell kippt sie nicht aus der Hufe." cincio schreibt: "Ich hatte mal eine, die wurde 23 und dann mit Grab und Stein. Die letzten zwei Jahre aber nur noch Strohbox" altilla antwortet: "Ein Bekannter hatte eine Mutterkuh, die mit 24 Jahren noch ein Kalb brachte und deren Tochter auch schon 22 Jahre alt war. Das Risiko, dass sie einen plötzlichen Tod stirbt hast du immer, auch schon mit 10 Jahren."

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