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Wirtschaft

Umsatzrückgänge bei Genossenschaften im Jahr 2009

Externer Autor
am
05.01.2010

Damme - Die rund 2.900 genossenschaftlichen Unternehmen waren 2009 – wie alle Marktbeteiligten der Agrar- und Ernährungswirtschaft – mit äußerst wechselhaften Märkten und den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise konfrontiert.

Deutlich wurde die zunehmende Abhängigkeit der nationalen Agrarmärkte von weltweiten Einflussfaktoren. Das Jahr war zum Teil von drastisch sinkenden Rohstoffpreisen, einer schwachen Binnenkonjunktur und geringen Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft, aber auch der Verbraucher gekennzeichnet. "Nach dem Rekordjahr 2008 mit zweistelligen Zuwachsraten melden die genossenschaftlichen Unternehmen im ablaufenden Jahr in fast allen Sparten deutliche Umsatzrückgänge", erklärte Manfred Nüssel, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).

Der DRV erwartet einen addierten Gesamtumsatz von knapp 38 Milliarden Euro (2008: 43,4 Milliarden Euro). Das ist ein Rückgang um rund 13 Prozent. Mit diesem Ergebnis knüpfen die genossenschaftlichen Unternehmen an die Bilanzjahre 2007 und 2008 an. "Der verbesserte Ausblick auf die Wirtschaftsleistung und Konjunktur im kommenden Jahr darf nicht darüber hinweg täuschen, dass die Aussichten für die Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft verhalten bleiben", so Nüssel.

"Die genossenschaftliche Organisation hat sich in dieser unruhigen, krisengeschüttelten Zeit als Stabilitätsfaktor sowohl in der Agrarwirtschaft als auch im Bankensektor bewährt. Die Kunden und Mitglieder vertrauen ihren Genossenschaften und setzen weiterhin auf ihre solide, mitgliederorientierte und verantwortungsbewusste Arbeit. Hinzu kommt, dass das Geschäftsmodell Genossenschaft auf neuen, zukunftsorientierten Geschäftsfeldern, u. a. Bio- und Windenergie sowie Fotovoltaik, derzeit einen Gründungsboom erlebt", so Nüssel mit Blick auf das Jahr 2010. (isn)

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