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Wirtschaft

Umsatzrückgang für Migros

Externer Autor
am
20.01.2010

Bern - Der Detailhandelsumsatz von Migros sank im Jahr 2009 um 2,4 Prozent. Die Migros begründet die Umsatzeinbusse mit den Preisabschlägen im Lebensmittelbereich.

Rückläufig waren die Verkaufssummen hauptsächlich bei den Migros-Genossenschaften, deren Läden mit 15,22 Milliarden Franken den Löwenanteil am Migros-Gesamtdetailhandelsumsatz von 21,04 Milliarden Franken ausmachen. Ihr Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Prozent. Auch ohne den Preisrückgang beim Benzin und Heizöl hätte die Migros noch eine Umsatzeinbusse von 0,5 Prozent hinnehmen müssen, zitiert die Nachrichtenagentur SDA das Unternehmen.

Die Migros begründet die Umsatzeinbusse mit den Preisabschlägen im Lebensmittelbereich. Die von den Genossenschaften verkauften Volumen seien gegenüber dem Vorjahr nämlich gestiegen, heisst es. Ein markantes Umsatzwachstum verzeichnete die Migros auch bei den frischen Fertigprodukten (Convenience-Sortiment), bei Bio-Produkten und bei in den Bergregionen produzierten Lebensmitteln. So stieg der Umsatz mit der Convenience-Marke "Anna's Best" um 15 Prozent, jener der Bio-Produkte um 6,9 Prozent und jener von "Heidi" um 8 Prozent.

Die Migros-Tochter Denner konnte den Umsatz um 2,4 Prozent auf 2,76 Milliarden Franken steigern. Eine positive Umsatzentwicklung meldete die Migros auch von ihren Obi-Fachmärkten, vom Elektronikanbieter Melectronics und von den Sportfachmärkten SportXX. Zum tieferen Detailhandelsumsatz beigetragen hat aber nicht nur der Lebensmittelbereich: Auch bei Interio, bei Globus und bei Office World war der Umsatz rückläufig. Positiv entwickelt hat sich das Geschäft der Industriebetriebe der Migros wie etwa der Schokoladenfabrik Frey. (lid)

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