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Anklage

Umweltvergehen bei K+S: Verantwortlichen droht Anklage

Abraumhalde von K+S
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Eva Eckinger, agrarheute
am
18.02.2016

Dem Konzernchef sowie dem Aufsichtsratschef von K+S droht eine Anklage wegen Umweltvergehen, berichtet die Wirtschaftswoche. Grund sei unerlaubte Abfallbeseitigung. Die Ermittlungen stünden kurz vor dem Abschluss.

Wie die Wirtschaftswoche berichtet, droht dem K+S Vorstandsvorsitzenden Norbert Steiner und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Ralf Bethke eine Anklage. Der Grund: Unerlaubte Abfallbeseitigung. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Meiningen (Thüringen) gegen die beiden hochrangigen Verantwortlichen des Kasseler Dax-Konzerns stünden laut Zeitungsbericht kurz vor dem Abschluss.

Ermittlungen gegen Dutzend Mitarbeiter und Landesbergamt

Die Staatsanwaltschaft ermittle zudem gegen zwölf weitere K+S-Mitarbeiter sowie drei Beamte des Thüringer Landesbergamtes. Sollte es zur Anklage kommen, würden Geldstrafen oder mehrjährige Haftstrafen drohen. Wie die Wirtschaftswoche weiter meldet, liegt den Ermittlungen eine Strafanzeige der thüringischen Gemeinde Gerstungen aus dem Jahr 2008 gegen Unbekannt zugrunde.

Vorwurf: Illegal Salzwasser in Boden gepresst

Gegenstand des Vorwurfs sei der Verdacht, dass K+S illegal Salzabwasser in den Boden gepresst haben soll. Die Genehmigung dazu hätten zuständige Beamte des Landesbergamtes unrechtmäßig erteilt, wie agrarheute berichtete. Auf Anfrage der Wirtschaftswoche habe das Unternehmen erklärt, man sei unverändert der Überzeugung, dass die erteilten Genehmigungen rechtmäßig und die Vorwürfe unbegründet sind.

Klage eines Landwirts gegen K+S abgelehnt

Bereits in der Vergangenheit ist es zu Anzeigen und Anschuldigungen gegen den Salzproduzenten gekommen. So wollte ein Landwirt in Hessen kürzlich schärfere Auflagen für K+S erreichen, um eine Belastung seiner Felder abzuwenden. In diesem Fall fiel bereits ein Urteil, wie agrarheute berichtete.

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