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Ernährung und Gesundheit

UN-Projekt: Eindämmung von Nahrungsmittelverlusten

AgE
am
01.01.2014

Rom - Mit einem Projekt wollen FAO, IFAD und WFP zur Eindämmung von Nahrungsmittelverlusten beitragen. Es sollen Ansätze zur Reduzierung der Verluste bei Getreide und Hülsenfrüchten gefunden werden.

Mittels eines gemeinsamen Projekts wollen die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO), der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) zur Eindämmung von Nahrungsmittelverlusten beitragen. Wie die FAO dazu vor Weihnachten mitteilte, geht jährlich rund ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion verloren beziehungsweise wird verschwendet.
 
Die FAO veranschlagt die betreffende Menge auf 1,3 Milliarden Tonnen, was nach ihren Angaben genug wäre, um zwei Milliarden Menschen zu ernähren. Im Rahmen des mit umgerechnet zwei Millionen Euro ausgestatteten Drei-Jahres-Projekts sollen Ansätze zur Reduzierung von Verlusten bei Getreide wie Mais und Reis sowie Hülsenfrüchten wie Bohnen gefunden werden. Diesen Agrarprodukten kommt der FAO zufolge eine wichtige Rolle bei der globalen Ernährungssicherung zu.

Lösungswege testen

Allein in den Sub-Sahara-Staaten könnte mit den dort jährlich zu verzeichnenden Getreideverlusten der Nahrungsmittelbedarf von mindestens 48 Millionen Menschen gedeckt werden. Auf globaler Ebene soll das Projekt gezielt Ländern dabei helfen, die Verluste und die Verschwendung von Lebensmitteln zu mindern. In drei afrikanischen Staaten, nämlich Burkina Faso, die Demokratische Republik Kongo und Uganda, sollen probeweise Lösungen für ein effizienteres Ernten und Handling der Produktion sowie Gegenmaßnahmen mit Blick auf Feuchtigkeit bei der Lagerhaltung, Raten- und Vogelfraß sowie andere Schädlinge und Pflanzenkrankheiten entwickelt und geprüft werden.
 
Die FAO betonte, dass durch die Verringerung von Lebensmittelverlusten oder -verschwendung erhebliche Mengen an zusätzlicher Nahrung verfügbar würden, und das zu niedrigeren Umweltkosten. Vor dem Hintergrund, dass die Agrarproduktion bis 2050 zur Deckung des Bedarfs der wachsenden Weltbevölkerung um 60 Prozent gesteigert werden müsse, sie dies ebenfalls ein wesentliches Kriterium sei.

'Hunger ist eine Folge der Armut'

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