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Wirtschaft

Uneinheitliche Agrarrohstoffpreise auf hohem Niveau

pd
am
01.08.2013

Der Umsatz der Ernährungsindustrie ist im Mai nur preisbedingt gewachsen. Das geht aus dem Juli-Konjunkturreport der BVE hervor.

Die Ernährungsindustrie hat ihren Umsatz im Mai 2013 gegenüber dem Vorjahr nur moderat um 1,3 Prozent (%) auf 14,6 Milliarden (Mrd.) Euro gesteigert. Das Wachstum war jedoch rein preisbedingt, real ging der Branchenumsatz um zwei Prozent zurück und die seit Jahresbeginn gedämpfte konjunkturelle Entwicklung setzte sich fort. Das geht aus dem Juli-Konjunkturreport der Bundesvereinigung der Ernährungsindustrie (BVE) hervor.
 
Besonders das Exportgeschäft musste im Mai 2013 Einbußen hinnehmen, der Handelsumsatz sank im Vorjahresvergleich um 1,5 % auf 4,3 Mrd. Euro. Verhalten entwickelte sich die Lebensmittelproduktion, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex ging um 1,3 % zurück.

Agrarrohstoffmärkte: Uneinheitlich auf hohem Niveau

Die Preissituation an den Agrarrohstoffmärkten entwickelte sich uneinheitlich, blieb insgesamt jedoch auf hohem Niveau stabil, berichtet die BVE. Der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel sank im Juni 2013 um ein Prozent gegenüber dem Vormonat und um 5,8 % im Vorjahresvergleich.

Gute Stimmung bei der Ernährungsindustrie

Die Stimmung bei den Unternehmen der Ernährungsindustrie hellte sich im Juli 2013 weiter auf, der positive Ifo-Geschäftsklimaindex stieg deutlich über Vorjahresniveau. Besonders positiv bewerteten die Lebensmittelhersteller die Geschäftslage, das Exportgeschäft wie auch die Beschäftigungssituation. Die gute Arbeitsmarktlage und die niedrige Inflation fördern die Kauflaune der Verbraucher. Das Konsumklima verbesserte sich im Juli 2013 bei hoher Anschaffungsneigung und steigenden Einkommens- wie Konjunkturerwartungen.

Verbraucherpreise steigen moderat

Der Verbraucherpreistrend setzte sich im Juni 2013 fort. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten stiegen um 0,1 % gegenüber dem Vormonat und 1,8% im Vorjahresvergleich, die Lebensmittelpreise erhöhten sich entsprechend um 0,4 % beziehungsweise 4,7 %. Die Teuerung bleibt dabei moderat, steigende Kosten in der Lebensmittelproduktion wirken sich jedoch mittelfristig aus.
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