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Ernährung und Gesundheit

Ungarn revidiert Importbeschränkungen nach Dioxin-Skandal

Externer Autor
am
02.02.2011

Damme - Ungarn hat seinen früheren Beschluss zur zeitweiligen Einschränkung deutscher Fleischimporte nach dem Dioxinskandal überprüft und aufgehoben.

Deutsche Berichte über die Dioxin-Angelegenheit und die in Aussicht gestellten deutschen Maßnahmen hätten die Überprüfung des ungarischen Beschlusses notwendig gemacht, sagte Staatssekretär Endre Kardeván gegenüber der Balaton-Zeitung.
 
In den zurückliegenden Tagen seien bei strengen Kontrollen keine durch Dioxin verunreinigte Produkte gefunden worden und insgesamt könne festgestellt werden, dass die deutschen Erzeugnisse sicher sind, schreibt die Balaton-Zeitung weiter.
 
Strengere Kontrollen bleiben in Kraft 
 
Gleichzeitig halten es die ungarischen Behörden auch weiterhin den Schutz der ungarischen Verbraucher für wichtig, deshalb bleiben die strengen Kontrollen auch in Kraft, da nur so die volle Sicherheit der ungarischen Verbraucher gesichert werden könne. Erst am 19. Januar hatte Ungarn strenge Auflagen erlassen, wonach deutsches Schweinefleisch lückenlos auf Dioxin gestestet werden muss und erst nach einem negativen Ergebnis verarbeitet bzw. verkauft werden darf.
 
50.000 Tonnen Fleisch aus Deutschland 
 
Kardeván bestätigte Verhandlungen, die er und sein Minister mit der deutschen Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner sowie mit dem EU-Gesundheitskommissar John Dalli führten. Die EU-Kommission habe die ungarischen Maßnahmen offiziell nicht beanstandet, es habe nur eine mündliche Bitte zur Änderung der Maßnahmen gegeben. Ungarn importiert jährlich bis zu 160.000 Tonnen Schweinefleisch, von denen etwa 50.000 Tonnen aus Deutschland stammen. (isn)
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