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Politik national

Union verabschiedet "Münsteraner Standpunkte" zur Agrarpolitik

von , am
16.04.2010

Münster - Auf ihrer Klausurtagung in Münster hat sich die Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auf grundsätzliche Positionen verständigt.

Peter Bleser (CDU) © Deutscher Bundestag/Melde

In den sogenannten "Münsteraner Standpunkten" fordern die Unionspolitiker die Sonderrolle der Land- und Forstwirtschaft beim Klimaschutz endlich anzuerkennen. Land- und Forstwirtschaft seien die einzigen Wirtschaftsbereiche, die durch die Bindung von C02 aktiv zum Klimaschutz beitragen. Wie es in einer Mitteilung des Vorsitzenden der Arbeitsgruppe, Peter Bleser und des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden, Johannes Singhammer, weiter heißt, ist die Produktion von Nahrungsmitteln alternativlos. Um die steigende Weltbevölkerung versorgen zu können, seien hohe Erträge auf bestehenden Ackerflächen unabdingbar. Dafür würden auch "neue, innovative Technologien" benötigt, die auf wissenschaftlicher Basis bewertet werden sollten.

GAP-Reform: Bevölkerung aufklären

Der Bevölkerung müsse zudem erklärt werden, wozu die Mittel der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik auch zukünftig benötigt werden. Die sichere Versorgung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln und die Sicherung eines angemessenen Einkommens für die Landwirte seien keine Aufgaben aus vergangenen Zeiten, sondern  zentraler Auftrag für eine zukünftige Agrarpolitik. Die Union will den durch die vorangegangenen Agrarreformen eingeschlagenen Weg fortsetzen und das Modell der multifunktionalen Landwirtschaft weiter im EU-Haushalt absichern. Land- und Ernährungswirtschaft seien ein Stabilitätsfaktor in der Krise, was auch die Entwicklung der in der Branche Beschäftigten im vergangenen Jahr gezeigt habe. (pd)

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