Login
Dorf und Familie

Unterbodenschutz für Schlepper, Geburtshilfe und Zeiterfassung

Externer Autor ,
am
28.03.2014

Wie schützt man die Rapspflanzen bei der Überfahrt mit dem Schlepper? Wie sieht die optimale Geburtshilfe aus? Und lohnt ein Zeiterfassungssystem?

Unterbodenschutz am Spritzschlepper (klick aufs Bild) © Landliveuser CHRISTIAN0815
"Schlepperschutz" von unten
 
christiannds fragt: "Hat jemand schon mal einen Unterfahrschutz für die Blütenspritzung angefertigt, sprich eine Unterbodenverkleidung? Ich will das machen, mir schwebt da auch schon was vor, aber vielleicht gibts da ja Erfahrungswerte. Ziel:=> die Durchfahrverluste sind zu minimieren" cuatro007 gibt den Tipp: "Am einfachsten ist es eine starke Folie mit Schnellverschlüssen anbringen." Auf die Antwort von christiannds meint er: "Hol dir bei nem Biogasausstatter oder Teichbauer eine 1,5 mm starke EPDM Folie. Das sind die schwarzen Kuppeln bei den Anlagen. Die sind saustabil (solange sie nicht einreissen) und elastisch. Eine Befestigung in der Fronthydraulik und eine an der Spritze würde wohl reichen." staebchen schreibt: "Wie wär es mit einem alten Förderbandgummi? In die Ecken Ösen eingeschlagen zum festmachen ...fertig. Hält ewig." CHRISTIAN0815 gibt auch noch ein Praxisbeispiel (siehe Foto): "Sieht zwar blöd aus, aber einfach und ausreichend, schon etwas älter das Foto aber mach ich jedes Jahr so, der Raps wird leicht runtergedrückt und bis unter die Spritze an der Plane "entlang geschliffen". die letzten 8 Jahre keine grünstreifen, etc. "

Geburtshilfe

Daim99 schreibt: "Hallo, ich bin neu hier und möchte wissen, ab wann man bei einer Geburt eingreifen soll. Uns ist es jetzt seit elf Jahren das erste Mal passiert, dass zwei Kälber bei der Geburt gestorben sind. Ich habe mich hier schon etwas durchgelesen, möchte aber trotzdem nochmal explizit nachfragen. Also beides waren Bullenkälber und haben bei Beginn der Geburt noch gelebt. Kopf war noch nicht durch. Beide Male haben wir geholfen.  Wie lange darf man warten, wenn Kopf und Füße zu sehen sind und die Blase offen ist?" Gammi70 beruhigt: "Das kommt wohl immer auf den Einzelfall an. Manchmal soll es halt nicht sein. Und wenn ihr 11 Jahre keine Probleme hattet, dann kann es ja nicht ganz falsch sein, was ihr macht." Und Lobbylandwirt antwortet: "Das allerbeste ist, Du wartest, bis das Kalb am Boden liegt und von der Kuh abgeschleckt wird. Wenn Du unbedingt etwas machen willst, Dann entfern die Haut vom Tragsack von der Nase, damit das Kalb beim atmen keine Schwierigkeiten hat. Es ist immer besser, nicht zu "helfen", Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn der Kopf da ist und dann gehts nicht voran, ist es komisch. Wenn Du die Füße rausspitzen siehst, kann es immer noch 3 oder 4 Stunden dauern, ohne dass es schlimm ist. Es kann dann aber auch in 5 Minuten draußen sein. Dass die Bullenkälber tot sind, liegt nicht daran, dass Ihr zu spät dran wart, es war wohl einfach Pech!  Bei mir kalben fast alle Kühe/Rinder selbst, wenn ich helfe, dann nur mit meinen Armen (wenn es rückwärts kommt z.B. und ich krieg das mit, oder wenn der Kopf heraußen ist und es geht nix mehr vorwärts oder wenn die Kuh Milchfieber bekommt und keine Wehen mehr hat), aber wie gesagt sehr selten. Bei mir scheitert das "Helfen" auch daran, dass ich meistens erst komme, wenn das Kalb schon da liegt, weil ich tagsüber arbeite und nachts schlafe und während der STallzeit melke." und cincio meint: "ich passe bei jeder Geburt auf!!!! Egal wann und wie. Könnt auch Rückwärts kommen, oder zur wand hin kalben.! Die anschließende Versorgung spielt eine entschiedene rolle in der Milchfieber, Nabel und der allgemeinen Situation." Und Sandro84  antwortet: "Wir haben Fleckvieh und helfen relativ oft mit dem Geburtshelfer mit. Zum einen kommt es uns oft vor, wie wenn die Kuh sich hoffungslos verausgabt ohne unsere Hilfe. Sieht man die Kälber dann, frägt man sich auch oft, ob die Kuh das bei der Kalbgröße allein geschafft hätte. Mir ist bewusst, dass es die Kuh am besten allein schaffen sollte, aber auf Grund einiger Fehlgeburten, bei denen nicht geholfen wurde, ist die Unterstützung schon fast aus Reflex – was wir uns aber unbedingt wieder abgewöhnen sollten."

Zeiterfassung Fremd-AK mit Stempeluhr

Sandro84 hat folgendes Problem: "Auf unserem Betrieb arbeiten 4 Fremd-AK, die es nicht verkraften können, auch nur eine Minute länger zu arbeiten als der andere. Dementsprechend will keiner der Erste sein, der am Morgen im Stall steht oder der Erste, der nach den Essenspausen weiter macht. Eigentlich habe ich einen klaren Arbeitsbeginn am Morgen sowie eine klare Dauer der Frühstücks- sowie der Mittagspause vorgegeben. Dennoch wird das ganze regelmäßig missachtet. Ich weiß, der Fisch stinkt vom Kopf her, es ist auch ein Motivations- und Führungsproblem. Ich habe es aber satt, jeden Morgen darauf achten zu müssen, dass keiner komplett über die Stränge schlägt, anstatt mich auf die eigentlich Arbeit zu konzentrieren. Dementsprechend überlege ich, eine Stempeluhr zu installieren. Wer dann weiterhin meint, er muss trödeln und zu spät aufschlagen, der arbeitet das ganze zu gegebener Zeit einfach nach. Da es auch im Wechsel Wochenenddienst gibt (in der nur die Stallarbeit erledigt wird), ist es immer schwer so pauschal zu sagen, du bekommst dafür X Stunden unter der Woche frei. Auch bei Diskussionen über das Gehalt heißt es immer wieder, man arbeite mehr als die vereinbarten Stunden. Das ist bei dreien aber definitiv nicht der Fall. Hätte ich das schwarz auf weiß, wäre endlich Ruhe. Was denkt ihr darüber, ist die Aktion etwas übertrieben? Gibt es jemand, der bereits mit einer Stempeluhr in der Landwirtschaft Erfahrung hat?" Kasparow antwortet: "Na ja, weisst du immer was die danach machen, wenn die an der Stempeluhr waren? Also ich kenne einen aus dem nicht landwirtschaftlichen Bereich, der geht gegen Arbeitsende zum Duschen (darf er aber nicht) stellt sich dann neben die Stempeluhr und wartet bis diese die volle Stunde schlägt, dann drückt er ab und geht. Ich finde deine Aktion übertrieben, würde eher zwischendurch einen abpassen und dem mitteilen dass er das dann und wann nacharbeiten muss. Oder aber abmahnen und das nächste mal aber konsequent rauswerfen, tust du das nicht, tanzen die dir auf der Nase herum ." Und Biobauer schreibt: "Wie du selbst erkannt hast, der Fisch stinkt vom Kopfe her. Und wenn du nicht bereit bist Konsequenzen zu ziehen, dann machen die mit dir was sie wollen, auch mit Stempeluhr." Auch Zwidawurzn warnt: "Vielleicht hilfts ja auch, den Fleissigsten zu loben, belohnen oder irgendwie besser zu stellen. Wenn kein Ersatz möglich oder zumindest schwierig ist, kann der Schuss ja auch schnell in die falsche Richtung zielen."
 

Alte gepflasterte Siloplatte erweitern

Jessi möchte wissen: "Wir haben zu Hause eine 30 Jahre alte Siloplatte (frei), die ich gern in zwei Richtungen erweitern würde. Außerdem hätte ich gerne Silowände. Wie sieht es in Sachen Wasserschutz und Schmutz-/ Regenwassertrennung und -ableitung aus? Werde ich alles wegreißen und neu machen müssen?" christiannds meint: "Wo geht denn der Gulli hin, direkt in einen Vorfluter, also geeignet für Oberflächenwasser? Wahrscheinlich ist es die billigste Alternative, wenn du deine Wunschgröße komplett neu baust. Die Pflastersteine kannst Du noch verschenken/verkaufen. Auch Freisinger schreibt: "Bodenplatte aus Pflastersteinen ist bei uns in BY verboten. Wie Christianndsschon schrieb....neu bauen ist am einfachsten und billigsten. Sickersaft und Regenwasser (gibt doch Vermischungen) in die Güllegrube..." Und DWEWT antwortet: "Hier muss man alle Flächen, die versiegelt werden sollen, der Bauordnungsbehörde anzeigen. Im Falle des Anfalls von wassergefährdenden Stoffen (Silosickersaft), muss das Vorhaben durch die untere Wasserbehörde bestätigt werden. Die Arbeiten müssen von einer Fachfirma ausgeführt werden. Zumindest muss eine Fachfirma die fachgerechte Ausführung bestätigen. In NDS war es bis zum letzten Jahr ähnlich." Abschließend schreibt jessi: "Sind mittlerweile auch der Überzeugung. 2012 gab es in NDS eine Frist zur Nachgenehmigung alter Pflasterplatten. Die wird aber nun zu klein und ich fürchte, wir kommen um eine komplette Neulösung nicht herum."
Auch interessant