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Wetterextreme

Unwetter im Süden und Dürre im Norden

Trockener Mais
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Sabine Leopold, agrarheute
am
05.07.2018

Seit Monaten klagt der Norden über Dürre und dem Süden machen Gewitter, Starkregen und Hagel zu schaffen. Das bleibt auch für die kommenden Tage so.

Die zweigeteilte Wetterlage, die Deutschland seit Monaten im Griff hat, bleibt uns auch weiterhin erhalten. Für den Süden heißt das Unwettergefahr mit Hagel und Starkregen. Im Norden dagegen bleibt es heiß und trocken.

Weiterhin Extreme in beiden Richtungen

Für den heutigen Donnerstag sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Süden und Südwesten lokale Gewitter mit Regenmengen über 25 mm und Hagelkorngrößen über 2 cm voraus. Erst in der Nacht zum Freitag lässt die Unwetterneigung wieder nach.

Im Norden und Nordosten ist es dagegen weiterhin knochentrocken. Ein stabiles Hochdruckgebiet sorgt dort in den nächsten Tagen für große Hitze bis über 30 Grad Celsius. Der dringend erhoffte Regen bleibt aus.

Traurige Rekordlage

In Ostdeutschland, erklärte der DWD-Agrarmeteorologe Hans Hellmut Schmitt gegenüber dpa, nähern sich die Niederschlagsmengen in einigen Regionen den Negativrekordwerten. Seit Beginn der systematischen Agrarwetterdatenerfassung im Jahr 1961 hat es stellenweise noch nie so wenig geregnet.

Das für Pflanzen nutzbare Wasser sei im Osten punktuell auf unter 30 Prozent gesunken. Und eine Aussicht auf Regen gebe es für die betroffenen Gebiete leider vorerst nicht, so Schmitt.

Witterfutterversorgung in Gefahr

Mittlerweile sind die Trockenheit und die Feldbrände im Norden und Nordosten auch Themen für die großen Publikumsmedien. 

Bauernpräsident Joachim Rukwied verwies am Donnerstag früh im ZDF-Morgenmagazin auf die katastrophale Ertragslage der hiesigen Landwirtschaft und erwähnte in diesem Zusammenhang auch das nächste anstehende Problem: Nach den Ausfällen beim Getreide droht nun eine Notlage beim Grobfutter.

Regional leiden die Maisbestände derart unter Trockenheit, dass mit halbwegs normalen Erträgen nicht mehr zu rechnen ist. Das dürfte sich bei der Winterfutterversorgung niederschlagen.

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