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Unwetter 2016

Unwetterschäden: Hier bekommen Sie finanzielle Hilfe

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Julia Eder, agrarheute
am
30.06.2016

2016 gab der Wetterdienst in kürzester Zeit so viele Unwetterwarnungen heraus wie nie. Wie hoch sind die Schaden? Welche finanziellen Hilfen gibt es?

Seit 28. Mai 2016 kam es in Mitteleuropa durch die Tiefdruckgebiete Elvira, Friederike und Gisela zu extremem Unwettern mit Hagel, Starkregen und Überschwemmungen. Bis Mitte Juni 2016 bezifferte die Vereinigte Hagelversicherung den landwirtschaftlichen Schaden durch Unwetter in Deutschland auf mindestens 30 Millionen Euro. Insgesamt 87.000 Hektar sind dem Unternehmen bundesweit als geschädigt gemeldet worden, was rund 24.000 einzelnen Feldstücken entspricht.

Diese Regionen traf es besonders heftig

Finanzielle Unterstützung

Diese Soforthilfen und Darlehen für Geschädigte werden bereits angeboten:

  • Für geschädigte landwirtschaftliche Betriebe in ganz Deutschland bietet die Landwirtschaftliche Rentenbank ein Darlehen zur Liquiditätssicherung mit einem effektiven Zinssatz in der günstigsten Preisklasse (A) bei allen Laufzeiten (vier, sechs oder zehn Jahre) von 1,00 Prozent
  • In Nordrhein-Westfalen können Haushalte in den Kreisen Borken, Kleve, Wesel, Rhein-Sieg und der Stadt Bonn zwischen 1.000 und 2.500 Euro bekommen, so das Ministerium von NRW. Landwirtschaftlichen Betriebe stellt das Land Soforthilfen für Schäden von mindestens 10.000 Euro zur Verfügung.
  • Der Freistaat Bayern stellt hochwassergeschädigten Betrieben in den am stärksten betroffenen Landkreisen ein Sofortgeld von bis zu 5.000 Euro in Aussicht. Die Geschädigten im Landkreis Rottal-Inn erhalten einen Schadensausgleich von bis zu 80 Prozent, in Härtefällen sogar bis zu 100 Prozent. In Stadt und Landkreis Ansbach sowie die Landkreise Neustadt a. d. Aisch/Bad Windsheim, Weißenburg-Gunzenhausen, Landshut, Straubing-Bogen, Dingolfing-Landau, Kelheim, Passau, Weilheim-Schongau sowie Würzburg, werden bis zu 50 Prozent des Schadens erstattet. Der staatliche Zuschuss beträgt maximal 50.000 Euro und wird mit einem Abschlag von 50 Prozent selbst dann gewährt, wenn der Schaden versicherbar gewesen wäre.
  • Die Landesregierung Baden-Württemberg stellt den vom Hochwasser betroffenen Menschen eine Soforthilfe von bis zu 2.500 Euro je Haushalt, 500 Euro je Person und 5.000 Euro für einen kleinen Gewerbebetrieb zur Verfügung.
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