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Wirtschaft

Uralkali spürt verhaltene Nachfrage

© agrar-press
Norbert Lehmann, agrarmanager
am
12.04.2013

Moskau - Der russische Düngemittelhersteller Uralkali hat seine Kaliproduktion 2012 an die verhaltene Nachfrage angepasst. Umsatz und Gewinn sanken auf hohem Niveau.

Kali-Mine des russischen Düngerherstellers Uralkali. © Werkbild
Um mehr als zehn Prozent (%) ist der weltweite Kaliabsatz 2012 zurückgegangen auf knapp 51 Millionen Tonnen. Das Unternehmen Uralkali, das einen Weltmarktanteil von über 18 % hält, bekam dies spüren: der Nettoumsatz ohne Fracht gab voriges Jahr um 6 % auf 3,34 Milliarden US-Dollar (Mrd. $) oder umgerechnet 2,55 Milliarden Euro (Mrd. Euro) nach, obwohl der Konzern den Kalipreis sowohl in Russland als auch im Export anheben konnte. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) fiel um 4,5 % auf knapp 2,38 Mrd. $ (1,81 Mrd. Euro). Die Gewinnmarge belief sich somit auf 71 % des Umsatzes. 

Weiterer Preisanstieg erwartet

Uralkali drosselte den Ausstoß in Anpassung an die schwache Nachfrage um fast 16 % auf 9,1 Millionen Tonnen Kaliumchlorid (KCl). Auch das Jahr 2013 begann mit einem verhaltenen Düngergeschäft. Laut Uralkali führte der verspätete Frühling in den USA, Europa und China zu zögerlichen Bestellungen. Allerdings kehrten China und Indien schließlich mit substanziellen Kontrakten auf den Importmarkt zurück. Insgesamt rechnet Uralkali für das laufenden Kalenderjahr mit einem deutlichen Wachstum des globalen Kalimarktes auf 53 bis 54 Millionen Tonnen und einem Preisanstieg. 

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