Login
Mahd

Urteil: Beim Mähen zwei Kitze getötet

Grünland wird gemäht
Thumbnail
Eva Eckinger, agrarheute
am
11.01.2019

Ein landwirtschaftlicher Helfer aus Bayern hatte beim Mähen im Sommer zwei Kitze getötet. Nun stand er deswegen vor Gericht.

Wie die Stadtzeitung berichtet, hatte ein Landwirtschaftshelfer aus Bayern im Juni vergangenen Jahres bei der Mahd zwei Rehkitze getötet. Am Mittwoch nun stand der 29-Jährige vor dem Amtsgericht Augsburg. Das Urteil der Richter: Der Verantwortliche wurde freigesprochen.

Vor Mahd: Wiese gewissenhaft abgegangen

Die Wiese nahe Bobingen in Schwaben sollte im Juni 2018 gemäht werden. Der Landwirt ließ diese Aufgabe einen jungen Mann übernehmen, der sich nach eigenen Angaben für die Landwirtschaft interessierte, berichtet die Stadtzeitung. Der landwirtschaftliche Helfer habe vor Gericht erklärt, er sei die Wiese vor der Mahd gewissenhaft abgegangen. Dabei habe er keine Rehe gesehen.

Zwei Rehkitze beim Mähen getötet

Laut Zeitung habe auch der Landwirt selbst die Fläche am Tag vorher abgesucht, wie er vor Gericht angab. Trotz dieser Vorsichtsmaßnahmen kam es zum Unfall. Der Helfer verletzte zwei Kitze mit dem Messer des Mähaufsatzes. Eines der Rehe sei sofort tot gewesen, das andere musste beim Tierarzt eingeschläfert werden, zitiert die Stadtzeitung den Vorfall.

Hundebesitzer beschuldigte Mäharbeiter

Der junge Mann habe scheinbar alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Dennoch erhielt er einen Strafbefehl über 3.000 Euro, gegen den er Einspruch einlegte.

Laut einem Hundebesitzer, der damals in der Nähe der Wiese Gassi ging, habe der Mäharbeiter auf den Hinweis, dass er gerade ein Kitz erfasst habe, nicht reagiert. Der Helfer sei unbeeindruckt weitergefahren und habe das zweite Kitz getötet, berichtet die Stadtzeitung über die Ermittlungen.

Gerichtsverhandlung gegen Landwirtschaftshelfer

Bei der Gerichtsverhandlung klang die Geschichte des Hundebesitzers nun plötzlich anders, so die Zeitung. Als er den Traktor sah, sei er selbst sogar noch einmal die Wiese abgelaufen. Dabei habe auch er kein Reh gefunden.

Damit war der Prozess rasch beendet. Dem Mähenden seien weder Vorsatz noch Fahrlässigkeit zu unterstellen, zitiert die Stadtzeitung das Gericht. Der Angeklagte wurde freigesprochen.

Mit Material von Stadtzeitung

Rehkitze retten: Landwirte zeigen wie es geht

Rehkitz im Gras
Vogelscheuche und Rehkitzretter
Rehkitzretter und Kitz
Reh im Gras
Jäger bei der Mahd
Pöttinger Wiltierretter
Kitz Wildtier
Wiltierretter vor Traktor
Rehkitz im Gras
Wiltierrettung
Auch interessant