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Wirtschaft

US-Farmer verklagt Monsanto

pd/AgE
am
11.06.2013

Schon Anfang Juni hatten die USA wegen nicht zugelassenem gv-Weizen Probleme beim Export bekommen. Ein Farmer sieht jetzt die Getreidepreise in Gefahr und verklagt den Hersteller Monsanto.

Ein amerikanischer Farmer hat den US-Saatgutkonzern Monsanto verklagt. Das Unternehmen gerät unter Beschuss, nachdem auf einem Betrieb im US-Bundesstaat Oregon eine nicht zugelassene transgene Weizenlinie gefunden worden ist. Die Pflanzen könnten aus Feldversuchen stammen, die Monsanto vor rund zehn Jahren durchgeführt hat.
 
Bereits Anfang Juni hatte Japan den Import von gv-Weizen der Sorte Western White aus den Vereinigten Staaten gestoppt, kurz darauf private Importunternehmen in Korea. Taiwan überprüft seine Importe und fordert Sicherheitsgarantien.

Weitere Klagen in Vorbereitung

Ein Landwirt aus dem Bundesstaat Kansas hat das Unternehmen jetzt auf Schadenersatz verklagt. Wie US-Medien vergangene Woche berichteten, wirft der Farmer Monsanto grobe Fahrlässigkeit vor. Die Vorfälle ließen die Weizenpreise einbrechen und sorgten für Importbeschränkungen von Drittländern. Ein Anwalt des Landwirts erklärte, der Schaden gehe in dreistellige Millionenhöhen. Weitere Klagen sind anscheinend in Vorbereitung.

EU-Kommission diskutiert weiteres Vorgehen

Gentechnisch veränderter Weizen ist bislang weder in den USA noch in anderen Teilen der Welt zur Vermarktung zugelassen. Die Europäische Kommission hat mit den EU-Mitgliedstaaten an diesem Montag über das weitere Vorgehen diskutiert, Ergebnisse sind allerdings noch nicht bekannt.
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