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Treibhausgas-Ausstoß

US-Studie: So schaden Hunde und Katzen dem Klima

Rote dicke Katze liegend
Martina Hungerkamp/dlz agrarmagazin
am
07.08.2017

Hunde und Katzen tragen zum Ausstoß von Treibhausgasen bei. US-Forscher fanden nun heraus, wie hoch der ökologische Fußabdruck der Haustiere ist.

163 Mio. Hunde und Katzen leben in amerikanischen Haushalten. Das verursacht den Ausstoß von jeder Menge Treibhausgase. So veröffentlichte das Fachjournal Plos One eine Studie, nach der Hunde und Katzen einen sehr viel größeren ökologischen Fußabdruck haben, als bisher angenommen. Denn die Tiere ernähren sich naturgemäß hauptsächlich von Fleisch.

Futterherstellung sorgt für Treibhausgase

Forscher der Universität von Kalifornien um Gregory S. Okin haben sich den ökologischen Fuß- beziehungsweise Pfotenabdruck von den Haustieren der Amerikaner genauer angesehen. Jedes Jahr verbrauchen laut der Studie die Hunde und Katzen in den USA so viele Kalorien wie 62 Mio. Amerikaner. Ein Drittel der Tiernahrung entstamme tierischen Produkten. So entstünden jedes Jahr Treibhausgase, die 64 Mio. t CO2 entsprechen, und zwar nur für die Herstellung der Nahrungsmittel. Das ist so viel, wie der Ausstoß von ungefähr 13 Mio. Autos pro Jahr.

Tierfutter aus Premium-Fleisch

Bedenklich sei zudem, dass immer mehr Futter für Hund und Katze aus Fleisch hergestellt wird, das kein Nebenprodukt mehr ist. Dieses Fleisch könnte ebenso gut vom Menschen verzehrt werden. Die Problematik gelte für Deutschland mit rund 5 Mio. Hunden und 11 Mio. Katzen auch.

Der erste Ansatzpunkt sei laut Autor der Studie übrigens, die Haustiere angemessen zu füttern. Denn viele seien inzwischen übergewichtig.

Mit Material von Plos One

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