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Politik international

USA diskutieren neue Agrarpolitik

von , am
21.04.2010

Bern - In den USA starten diese Woche die Anhörungen zur Farm Bill 2012. Alle vier Jahre werden in diesem Landwirtschaftsgesetz die Grundlagen der Agrarpolitik und ihrer Finanzierung festgeschrieben. Zurzeit gilt die Farm Bill von 2008.

© Dwight-Smith/fotolia

Diese Woche beginnen die politischen Beratungen mit einer ersten Aussprache im Agrarausschuss des Repräsentantenhauses. Ab Ende April folgen Anhörungen in den US-Bundesstaaten, beschreibt der Internetdienst von Agriculture Online den Fahrplan. Die Diskussionen in den USA ähneln der Debatte, die aktuell in der EU zur Ausrichtung der Agrarpolitik nach 2013 geführt werden. Der Druck steigt, angesichts hoher Staatsverschuldung alle Subventionen für Landwirte zu überprüfen. In den USA steht besonders die Ausgestaltung des Sicherheitsnetzes zur Debatte.

Zurzeit existieren mehrere Programme, die bei Niedrigpreisen greifen. Eine unterste Absicherung bieten die "Loan Rates", ergänzt durch ein Preisausgleichsprogramm. Neu seit Sommer 2009 ist das Agrarstützungsprogramm "Acre", das eine Kombination von Preis- und Ertragsausgleich bietet. Schliesslich erhalten US-Farmer zusätzliche Hilfen, wenn extreme Wetterbedingungen die Ernte schmälern. Agriculture Online berichtet von Überlegungen, die verschiedenen staatlichen Programme ab 2012 zu vereinfachen und möglicherweise zusammenzuführen. (lid)

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