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Wirtschaft

USA: Importstopps für US-Weizen

Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
05.06.2013

Die USA, der weltweit größte Exporteur von Weizen, bekommt Probleme im Export. Grund sind Funde von genverändertem Weizen der Sorte Western White im US-Bundesstaat Oregon.

Ende letzter Woche hatte zunächst die staatliche japanische Importbehörde die Einfuhr von US-Weizen der Sorte Western White untersagt. Wenig später haben private koreanische Importunternehmen (Mühlen) die Einfuhr ausgesetzt (suspendiert). Taiwan überprüft ebenfalls seine Importe und verlangt Sicherheitsgarantien.
 
Von den großen asiatischen Abnehmern will derzeit lediglich Indonesien keine kurzfristigen Maßnahmen ergreifen.

EU-Kommission führt Tests durch

Die EU-Kommission teilte am Freitag mit, dass man den importierten US-Weizen der Sorte Soft White Winter ebenfalls auf genetische Modifikationen überprüft wird. Außerdem hat die Kommission mit dem offensichtlichen Verursacher des genveränderten Weizens Monsanto Kontakt aufgenommen und um Aufklärung gebeten.

Glyphosat-Tests vor zehn Jahren

Der betroffene Weizen wurde im US-Bundesstaat Oregon gefunden. Dort gehören rund 90 Prozent des angebauten Weizens zur Sorte White Winter. Der Anbau und der Verkauf von genverändertem Weizen ist (anders als bei Mais und Soja) in den meisten Staaten der Welt verboten.
 
Im US-Bundesstaat Oregon wurden vor etwa zehn Jahren von der Firma Monsanto Tests mit genverändertem Weizen durchgeführt. Damals ging es um die Resistenz gegenüber Glyphosat, einem Hauptbestandteil des Herbizids Roundup.

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