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Politik international

USA wollen Macht großer Agrarkonzerne begrenzen

von , am
19.03.2010

Washington - Die Konzentration der US-Agrarbranche ist in das Visier der US-Regierung geraten. Der Justizminister Eric Holder kündigte an, dass die US-Regierung konkrete Maßnahmen ergreifen werde, um eine Balance im Markt herzustellen.

Besonders die Verarbeitung von Fleisch, Milch und Saatgut wird in den USA von einigen wenigen großen Konzernen dominiert. In der vergangenen Woche haben das Justizministerium und das US-Agrarministerium USDA eine Reihe von fünf öffentlichen Workshops im US-Farmgürtel gestartet, um Wettbewerbsfragen im Agrarsektor zu erörtern, berichtet Dow Jones. Dabei wird die Frage, wie Unternehmen ihre Patente nutzten ein Schwerpunkt der Gespräche sein. Diese Ankündigung ist von Holder auf die Monsanto Co gemünzt.

Denn 90 Prozent der in den USA angebauten Sojabohnen und 80 Prozent des dort produzierten Maises enthielten mindestens eines der patentierten Gene des Saatgut- und Herbizidkonzerns. Monsanto erlaubt per Lizenzen Saatgutunternehmen, ihre Gene zu verwenden. Diese Gene gäben den Beständen die Möglichkeit, die Abhängigkeit von Herbiziden zu tolerieren und natürliche Insektizide zu entwickeln, hieß es.

Doch Erzrivale DuPont Co, Eigentümer des Saatgutunternehmens Pioneer Hi-Bred, führt vor Gericht Klage, dass Monsanto seine Saatlizenzen nutze, um den Wettbewerb zu verhindern. Laut "Wall Street Journal" sind die US-Farmer mittlerweile empört über die steigenden Preise für Saatgut, das Monsanto-Gene enthält, so Dow Jones. (isn)

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