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Wirtschaft

USDA-Vorab: Anbauprognose könnte Preiskorrektur auslösen

© landpixel
Dr. Olaf Zinke, agrarmanager
am
31.03.2014

Das USDA wird heute seine Daten zur Anbauentwicklung (Prospective Plantings) bei Mais und Soja sowie bei Weizen in den USA aktualisieren. Die neuen Daten könnten Märkten und Preisen neue Impulse geben.

Die Sojabohne erholte sich heute morgen wieder etwas von den starken Abschlägen am Montag. © hek
Die erste Prognose des USDA von Mitte Februar zur Anbauentwicklung basierte noch nicht auf konkreten Befragungen. Die neuen Daten könnten Märkten und Preisen neue Impulse geben.
 
Großen Einfluss auf die Preisentwicklung dürften auch die zeitgleich erhobenen Daten zur Entwicklung der Lagerbestände (1. März) in den USA haben. Diese Daten spiegeln die konkrete Export- und Verbrauchsentwicklung beim größten globalen Mais-, Weizen- und Sojaexporteur wider.
 
Bereits diese Woche haben die US-Analysten von Informa Economics eine Anbauprognose veröffentlicht. Außerdem haben US-Analysten die Lagerbestände zum Stichtag 1. März geschätzt.

Erhebliche Preiskorrekturen bei Ölsaaten möglich

Die Analysten von Informa Economics schätzen die Aussaatfläche von Mais in den USA für die Ernte 2014 auf umgerechnet 37,66 Millionen Hektar (Mio. ha). Weil das USDA in seiner Februarschätzung bereits von einer neuen Rekordernte ausging, werteten die meisten Analysten die Informa-Schätzung als ausgesprochen bärisch für Märkte und Preise.
 
Bei Soja geht Informa für 2014 von einer Anbaufläche von 32,88 Mio. ha und damit einem neuen Anbau- und Produktionsrekord  aus. Eine Ausweitung der Aussaatfläche sowie das damit verbundene Produktionswachstum könnte zu erheblichen Preiskorrekturen bei Soja und anderen Ölsaaten führen.
Die Aussaatfläche bei Weizen (Sommer+ Winter) schätzte Informa auf 22,93 Mio. ha. Auf der Basis der Informa-Schätzung müsste die neue Ernte vom USDA also noch nach oben korrigiert werden.
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