Login
Wirtschaft

Verbio steigert Umsatz im ersten Halbjahr

AgE
am
13.08.2012

Zörbig - Der Biokraftstoffkonzern Verbio hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2012 deutlich gesteigert und dabei sogar die eigenen Prognosen leicht übertroffen.

Wie das Unternehmen vergangene Woche in Zörbig mitteilte, lag der Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres nach vorläufigen Angaben bei 414,3 Millionen (Mio.) Euro, nach 315 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Verbio hatte zuvor mit einem Geschäftsvolumen von 350 Mio Euro bis 400 Mio Euro gerechnet.

Verkauf von Biomethan bringt Umsatzsteigerung

In der ersten Jahreshälfte 2012 entfielen auf die Segmente Biodiesel 218,9 Mio. Euro und auf Bioethanol 112,2 Mio. Euro, wobei beim Biodiesel ein Absatzrückgang durch höhere Preise überkompensiert wurde. Die im Berichtszeitraum mit der Einspeisung und dem Verkauf von Biomethan und Biomethanquoten erzielten vorläufigen Umsatzerlöse gibt das Unternehmen mit rund elf Mio. Euro an, nach 3,6 Mio Euro im ersten Halbjahr 2011.

Biomethanerzeugung hat sich verdoppelt

Das Betriebsergebnis (EBIT) soll nach aktuellen Schätzungen etwa auf dem Niveau des zweiten Halbjahres 2011 liegen und wurde mit rund 7,4 Mio Euro ausgewiesen.
Laut Verbio wurden vom 1. Januar 2012 bis zum 30. Juni 2012 insgesamt 243.231 Tonnen Biokraftstoffe und 132. 654 Megawattstunden (MWh) Biomethan erzeugt.
 
Die Produktion von Biodiesel lag um 10,8 Prozent unter dem Produktionsvolumen des ersten Halbjahres 2011 und die Erzeugung von Bioethanol um 13,9 Prozent über dem Wert des gleichen Vorjahreszeitraums. Mehr als verdoppelt hat sich die Menge des erzeugten Biomethans im Vergleich mit den ersten sechs Monaten 2011.

Faire Wettbewerbsbedingungen gefordert

Um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten, müsse vor dem Hintergrund aktueller Ereignisse im Biodieselmarkt die Nachhaltigkeit von Biokraftstoffen entweder in den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder im Wege freiwilliger, von der Europäischen Kommission zu genehmigender Systeme klar definiert und streng geprüft werden, forderte das Unternehmen. Es könne nicht sein, dass die deutschen Biokraftstoffhersteller gravierende Nachteile dadurch erlitten, dass sie alle Kriterien einer nachhaltigen Erzeugung erfüllten und diese Kriterien für importierte Biokraftstoffe keine Anwendung fänden.
 
Den zuständigen Ministerien obliege es, die geltenden Gesetze konsequent anzuwenden und für gleiche und faire Wettbewerbsbedingungen bei Biokraftstoffen zu sorgen. Dazu gehöre auch, Fehlentwicklungen bei der Herstellung von Biodiesel in Südamerika und Südostasi- en zu stoppen. Die gegenwärtige Praxis gehe jedoch genau in die falsche Richtung.
 
Auch interessant