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Biomilchmarkt

Verbraucher kaufen mehr Bio-H-Milch

Bio-H-Milch im Drogeriemarkt
am Freitag, 04.09.2020 - 09:22 (1 Kommentar)

Im ersten Halbjahr 2020 ist der Absatz von Konsummilch deutlich gestiegen. Besonders Bio- und Weidemilch sowie Bio-H-Milch legten zu.

Bio- und Weidemilch ist im Gesamtsegment Konsummilch in Deutschland verzeichnen Zuwachsraten teilweise im deutlich zweistelligen Bereich, teilt das Landvolk Niedersachsen mit. In den vergangenen liegenden Corona-Monaten haben viele Verbraucher besonders zu lange haltbaren Erzeugnissen gegriffen. Dadurch sind auch die Absätze im Bio-H-Milchsegment gestiegen. In den Monaten März/April sind in den Märkten des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) durch extreme Hamsterkäufe Versorgungslücken bei konventioneller H-Milch aufgetreten. Viele Verbraucher sind daher auf die Bio-H-Milch-Variante ausgewichen.

Nachfrage nach Bio-H-Milch bleibt hoch

Trotz der entspannteren Corona-Situation ist die private Nachfrage nach haltbarer Bio-Milch ungebrochen hoch – auch im Juni 2020 haben die Haushalte in Deutschland etwa ein Drittel mehr Bio H-Milch eingekauft als im entsprechenden Vorjahresmonat, sodass sich für das erste halbe Jahr 2020 damit ein Mengenplus von fast 40 Prozent zum Vorjahr ergibt.

Die Anlieferungsmengen von Bio-Milch sind in Deutschland in den ersten fünf Monaten 2020 um 4,4 Prozent gestiegen, so die Statistik der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Im Mai ist mit einer Anlieferungsmenge von 114,7 Mio. kg der saisonübliche Höhepunkt erreicht worden, aber das Plus zum Vorjahr des Monats betrug nun nur noch 2,6 Prozent.

Viele Betriebe kämpfen mit der Trockenheit

Das dritte trockene Jahr in Folge führte in einigen Regionen Deutschlands dazu, dass die Futtervorräte bei Biomilchbetrieben genau wie bei den konventionell wirtschaftenden Kollegen aufgezehrt wurden. Bisher konnten die Betriebe durch ein proaktives Futtermanagement größere Einbrüche in der Erzeugung verhindern. Trotzdem ist anhand des verlangsamten Milchmengenwachstums der letzten Monate zu erkennen, dass die Trockenheit auch den Biomilchbetrieben zu schaffen macht.

Der gute Absatz im ersten Halbjahr 2020 konnte die leicht rückläufigen Preisentwicklungen im Biosegment der Vorjahre stoppen. „Anders als bei der konventionellen Milcherzeugung ist das Biomilchsegment durch den steigenden Absatz im LEH von Marktverwerfungen aber weitestgehend verschont geblieben“, erklärt Jan Heusmann, Vorsitzender des Milchausschusses im Landvolk Niedersachsen. „Im Unterschied zum Biomilchsektor haben niedersächsische Milcherzeuger im konventionellen Bereich in Folge der Marktverwerfungen aber Milchpreisrücknahmen hinnehmen müssen.“ Doch erste Molkereien reagieren aufgrund besserer Markterlöse aktuell nun doch mit leicht höheren Erzeugerpreisen.

Mit Material von Landvolk Niedersachsen

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