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Ernährung und Gesundheit

Verbraucher kaufen weniger Butter und Margarine

AMI
am
05.04.2013

Zwischen den Jahren 2006 und 2012 kauften die Verbraucher viel weniger Butter und Margarine als in den Jahren zuvor. Im vergangenen Jahr stieg allerdings die Nachfrage nach Butter wieder leicht an.

Die Nachfrage nach pflanzlichen Speiseölen ist nach Angabe der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) seit Jahren rückläufig. Zwischen 2006 und 2012 reduzierten die privaten Haushalte ihre Einkaufsmengen um 5,2 Prozent (%). Das entspricht einem mittleren jährlichen Rückgang von fast ein Prozent.

Deutsch kaufen viel weniger Margarine

In konkurrierenden Warengruppen fiel die Konsumzurückhaltung der Verbraucher zwischen 2006 und 2012 mit -21,0 % bei Margarine und mit -6,1 % bei Butter allerdings noch weit stärker aus. Im vergangenen Jahr war das Nachfrageminus bei Speiseölen mit 0,4 % moderat. Zum Vergleich: Während die Butternachfrage um 1,5 % zulegte, schränkten die privaten Haushalte in Deutschland ihre Einkäufe an Margarine um fast zehn Prozent ein.

4,8 l Speiseöl pro Haushalt

Wichtigstes Segment war 2012 mit einem Mengenanteil von 38,7 % Rapsöl, das den Abstand zu Sonnenblumenöl, mit 31 % Marktanteil die Nummer 2 im Markt, ausbauen konnte. Auf Olivenöl entfielen weitere 17,9 % des nachgefragten Speiseöls, so dass die Top-3-Sorten fast 90 % des Marktes ausmachten.
Im Bundesmittel kaufte jeder Privathaushalt 4,8 l Speiseöl ein. Die Intensivverwender von Speiseölen waren in der Mitte (5,7 l je Haushalt) und im Süden Deutschlands (Baden-Württemberg 5,5 bzw. Bayern 5,6 l je Haushalt) beheimatet. Die neuen Bundesländer lagen mit 3,8 l (Südost) bzw. 4,0 l (Nordost) je Haushalt deutlich unter dem Durchschnitt und wiesen dabei den höchsten Mengenanteil an raffiniertem Rapsöl aus.
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