Login
Wirtschaft

Verbraucherpreise: Quark 19 Prozent teurer als 2013

pd
am
15.05.2014

Wiesbaden - Im April ist zum ersten Mal in diesem Jahr die Teuerungsrate gestiegen. Die Verbraucherpreise lagen um 1,3 Prozent über denen vom Vorjahr, bei Lebensmitteln verteuerten sich vor allem Milchprodukte.

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im April 2014 um 1,3 Prozent (%) höher als im April 2013. Damit stellt das Statistische Bundesamt (Destatis) erstmals in diesem Jahr einen leichten Anstieg der Teuerungsrate fest.
 
In den Monaten Januar bis März 2014 war die Inflationsrate - gemessen am Verbraucherpreisindex - durchweg rückläufig. Im Vergleich zum Vormonat sank der Verbraucherpreisindex im April 2014 um 0,2 %.
 
Der Anstieg der Inflationsrate im April 2014 war vor allem durch die Preisentwicklung bei Pauschalreisen bedingt. Dämpfend auf die Gesamtteuerung wirkte die Preisentwicklung bei Energie insgesamt.

Butter um 11,3 Prozent teurer

Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 1,8 %. Wie schon im Vormonat schwächte sich der Preisanstieg im April 2014 weiter ab (März 2014: + 2,2 % gegenüber März 2013).
 
Erheblich teurer als vor einem Jahr waren Molkereiprodukte (+ 11,1 %):
  • Quark: + 19,4 %
  • H-Milch: + 13,0 %
  • Schnittkäse: + 13,0 %
  • Joghurt: + 8,8 %
Bei den Speisefetten und Speiseölen (+3,9 %) stach mit einer Teuerungsrate von 11,3 Prozent vor allem Butter heraus.
 
Deutlich günstiger war hingegen Gemüse (− 3,9 %):
  • Paprika: − 22,9 %
  • Gurken: − 10,8 %
  • Tomaten: − 4,6 %.
Weniger mussten Verbraucher auch für Eier (− 7,2 %) bezahlen.

Lebensmittel im Vergleich zum März billiger

Im Vergleich zum Vormonat März sank der Verbraucherpreisindex im April 2014 um 0,2 %. Gegenüber dem Vormonat verbilligten sich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (− 0,4 %). Erheblich günstiger war Gemüse (− 2,3 %, darunter Gurken: − 22,1 %; Tomaten: − 7,5 %).
 
Die Preise für Energie erhöhten sich innerhalb eines Monats um 0,7 %. Gegenüber dem Vormonat zogen hier insbesondere die Preise für Kraftstoffe (+ 1,6 %) und leichtes Heizöl (+ 0,8 %) an.

Hofreport: Der Konradhof setzt auf Direktvermarktung in der Stadt

Auch interessant