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Ernährung und Gesundheit

Verbraucherschützer fordern Standards für Regionalsiegel

AgE
am
15.10.2012

Berlin - Die Kriterien für Regionalsiegel sind bundesweit sehr unterschiedlich. Die große Vielzahl der regionalen Kennzeichnungen steht in der Kritik der Verbraucherschützer.

Regionalität habe einen hohen Stellenwert, da sich die Verbraucher mit den heimischen Produkten identifizierten. Umso wichtiger sei es, das Vertrauen der Verbraucher nicht zu missbrauchen. Der „Flickenteppich“ unterschiedlicher Regionalsiegel in den Bundesländern stifte bei den Verbrauchern nur Verwirrung, erklärte der Vorsitzende des Bundestagsernährungsausschusses, Hans-Michael Goldmann (FDP) vergangene Woche in Berlin.
 
Er hat sich jetzt hinter die Forderung der Verbraucherzentrale Bayern gestellt, einheitliche Standards für regionale Lebensmittel zu schaffen. "Der Kritik aus Bayern bezüglich des Wirrwarrs bei Regionalsiegeln stimme ich hundertprozentig zu: Die zurzeit herrschende Inflation der Regionalsiegel muss aufhören", so Goldmann.

neues Feld

"Die Bundesregierung muss hier für Klarheit sorgen", fordert der FDP-Politiker Goldmann. Es bleibe abzuwarten, inwiefern das "Regionalfenster" des Bun- deslandwirtschaftsministeriums Übersichtlichkeit schaffe, klare Definitionen ermögliche und die inflationär um sich greifende "Regionalitis" verhindere.
 
Die Verbraucherzentrale Bayern hatte zuvor die "von Bundesland zu Bundesland höchst unterschiedlichen Vorgaben" für den Zusatz "Aus der Region" kritisiert. So gelte für das Siegel "Qualität aus Bayern", dass 100 Prozent der Inhaltsstoffe aus dem Freistaat stammen müssten. Bei anderen Gütesiegeln werde dagegen nur die Bedingung vorausgesetzt, dass mindestens 50 Prozent aus der Umgebung stammten. Für die Verbraucher sei so kaum nachvollziehbar, ob die Lebensmittel tatsächlich aus ihrer Region herrührten, so die Ver- braucherschützer.
 
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