Login
Ernährung und Gesundheit

Verbraucherschutz: Mehr Transparenz, weniger Täuschung

pd/ez
am
22.03.2013

Berlin - Mindestanforderungen für die Junghennenhaltung und entweder Bio oder konventionelle Produktion im Betrieb - unter anderem dafür soll sich die Regierung nach dem Willen des Bundesrats einsetzen.

Der Bundesrat hat heute einen Antrag Niedersachsens angenommen, wonach sich die Bundesregierung für weitere Verbesserungen im Verbraucherschutz einsetzen soll. 
 
Die jüngst bekannt gewordenen Fälle der Überbelegung von Legehennenställen hätten unter anderem verdeutlicht, dass die notwendigen Überwachungsmöglichkeiten weiter zu verbessern seien. Deswegen unterbreiten die Länder der Bundesregierung in einer heute gefassten Entschließung mehrere Vorschläge - insbesondere zur Änderung der Rechtsvorschriften für Legehennenbetriebe und des Öko-Landbaugesetzes. Ziel ist es, Verbraucher künftig besser vor Täuschungen zu schützen und zugleich für mehr Transparenz zu sorgen.

Mehr Transparenz bei Eiern und Geflügel

Der Bundesrat will die Junghennenaufzucht in die Überwachungskette integerieren. Damit könnte die gesamte Erzeugungskette vom Brutei bis zur Legehenne überwacht werden. Verstöße gegen Normen wie die Besatzdichte können nur aufgedeckt werden, wenn die Überwachungskette geschlossen ist, begründet der Bundesrat.
 
Außerdem soll künftig für einen Legehennenstall nur ein Erzeugercode vergeben werden können, da ansonsten keine effiziente Überwachung stattfinden könne.
 
Nach Ansicht der Länderkammer fehlt es bisher auf Bundes- und EU-Ebene an konkreten Mindestanforderungen an die Haltung von Junghennen. Das soll nachgebessert werden.

Außerdem will der Bundesrat prüfen, ob im Rahmen der aktuellen Änderung des Arzneimittelrechts neben Tieren, die der Fleischgewinnung dienen, auch Küken, Junghennen und Legehennen in das Antibiotika-Minimierungskonzept einzubeziehen sind.
Um Verbrauchern mehr Transparenz zu ermöglichen, sollen im Internet neben den Erzeugercodes die dazugehörigen Produktionsstätten veröffentlicht werden.

Bio von konventioneller Bewirtschaftung trennen

Auf Verfehlungen von Öko-Kontrollstellen soll schneller reagiert werden. Außerdem sollen diese Verstöße direkt geahndet werden können. Um das zu ermöglichen, schlägt die Länderkammer vor, das Öko-Landbaugesetz so zu ändern, dass die Kontrollstellen von dem Land sanktioniert werden können in dem sie tätig sind.

Die Bundesregierung wird gebeten, bei der Europäischen Union darauf hinzuwirken, dass in Zukunft in einem Betrieb eine gleichzeitige Bewirtschaftung nach den Vorgaben des konventionellen und ökologischen Landbaus nicht mehr möglich ist.

KAT: Was steht auf dem Ei?

Auch interessant