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Politik international

Vereinte Nationen erklären Wasser zum Menschenrecht

von , am
03.08.2010

Berlin - Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) hat das Recht auf sauberes Trinkwasser und sanitäre Versorgung zu einem Menschenrecht erklärt.

© Thierry clavé/fotolia

Weltweit geschätzte 884 Millionen Menschen hätten keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mehr als 2,6 Milliarden Menschen könnten nicht einmal einfache sanitäre Einrichtungen nutzen. Krankheiten, die aus einer schlechten Wasser- und Sanitärversorgung entstünden, führten jedes Jahr zum Tod von weltweit ungefähr 1,5 Millionen Kindern.

Die UN forderten ihre Mitgliedstaaten und internationale Organisationen dazu auf, arme Länder in ihren Bemühungen um eine Verbesserung der Versorgungslage mit Finanz- und Technologiehilfen zu unterstützen.

Röttgen: "Wichtiges politisches Signal"

Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen begrüßte die Resolution und bezeichnete sie als "wichtiges politisches Signal zur Halbzeit der UN-Wasserdekade". Der Beschluss unterstreiche die Verpflichtung der Staatengemeinschaft, aber auch jeder einzelnen Regierung, die Umsetzung der gesetzten Ziele bei der Verbesserung der Trinkwasser- und vor allem der Sanitäreinrichtungen weiter mit Nachdruck voranzutreiben. "Wasser und seine nachhaltige Bewirtschaftung sind Grundvoraussetzungen für wirtschaftliche und soziale Entwicklung und die Nahrungsmittelversorgung einer wachsenden Weltbevölkerung", unterstrich der Ressortchef.

Bündnis 90/Die Grünen: "Längst überfällig" 

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen bezeichnete die Resolution als längst überfällig und appellierte, den durch sie erzeugten politischen "Schwung" für die Einrichtung eines einklagbaren Rechtes auf sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung zu nutzen. Der UN-Beschluss mache deutlich, dass die Zeit reif sei für weitergehende Regelungen. (AgE)

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